Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Im Fiaker durch Lüneburg
Mit ähnlichen Kutschenmodellen möchte Jens Bußmann Touristen durch Lüneburg fahren. Auf der Nordseeinsel Juist war er als Kutscher aktiv. Foto: t&w
Mit ähnlichen Kutschenmodellen möchte Jens Bußmann Touristen durch Lüneburg fahren. Auf der Nordseeinsel Juist war er als Kutscher aktiv. Foto: t&w

Im Fiaker durch Lüneburg

ca Lüneburg. Die Diskussion um Kutschen und die sogenannte Bimmelbahn wird um eine neue Facette bereichert: Der Neu-Lüneburger Jens Bußmann erwägt, Fahrten mit Landauern anzubieten, in Wien heißen vergleichbare Modelle Fiaker. Er habe aus dem Handel der Stadt Unterstützung signalisiert bekommen, auch im Rathaus habe er ein erstes Gespräch geführt: „Ich bin da nicht auf Abneigung gestoßen.“ Noch gelte es, einige Fragen zu klären, dann könne es sein, dass er bei der Verwaltung den Antrag auf eine Genehmigung für einen Kutschbetrieb stelle.

Wie berichtet, will Andreas Gensch, der bislang mit großen Kutschen Gäste durch Lüneburg fährt, diesen Dienst einstellen und Besucher künftig mit einer Solarbahn durchs Zentrum befördern. Die ist 18 Meter lang und hat 60 Plätze. Als Gensch die Pläne im Sommer vor rund 100 Interessierten im Glockenhaus vorstellte, erntete er Widerspruch, Tenor: Die Bahn passe nicht zum Charakter der Stadt. Gensch hat bei der Landesnahverkehrsbehörde (LNVG) und im Rathaus den Betrieb beantragt. Eine Entscheidung liegt noch nicht vor. Am kommenden Mittwoch, 13. November, 15 Uhr, wollen sich die Ausschüsse für Verkehr, Bauen und Kultur in der Feuerwache im Lünepark mit dem Thema befassen. Nach dieser Sitzung will die Stadt ihre Stellungnahme formulieren, die sie der LNVG als Genehmigungsbehörde vorlegen muss.

Sein mögliches Angebot sieht Jens Bußmann (kl. Foto) nicht als Konkurrenz zu Solarbahn oder den Rundfahrten von Gensch. In seiner Kutsche fänden maximal sechs Gäste Platz: „Das hätte eher einen Eventcharakter.“ Zum Beispiel, wenn ein Paar auf der Hochzeitsreise einen besonderen Ausflug unternehmen möchte. Dementsprechend will Bußmann seine Kutsche stundenweise vermieten. Er kalkuliert grob mit einem Preis von 75 Euro pro Stunde, doch es seien noch Details zu klären. Bei der „Einsatzzeit“ der Pferde achte er selbstverständlich auf den Tierschutz: „Die Tiere werden nicht über Gebühr belastet.“ Fahren möchte er das ganze Jahr, die Kutsche soll beheizbar sein, die Pferde seien Wind und Wetter gewöhnt.

Die ersten Kladruber-Rappen möchte er von Juist holen. Da habe er lange als Kutscher und Ausbilder gearbeitet, sagt der 42-Jährige. Der „Liebe wegen“ sei er jetzt an die Ilmenau ge-kommen. Wenn er tatsächlich mit Pferd und Wagen auf Tour geht, dann hat er auch schon zentrumsnah, in Lüne, Unterbringungsmöglichkeiten für Tiere und Kutsche gefunden: „Wir wären in zehn Minuten in der Innenstadt.“ Wenn das Geschäft laufen sollte, würde er sein Angebot gerne ausdehnen, Personal könne von seiner Nordseeinsel kommen.

Wichtig ist ihm, dass er sein Angebot als Ergänzung versteht: „Ich bin für Anregungen und Hilfe dankbar.“ Wer Kontakt möchte, erreicht ihn per E-Mail: j.bussmannemail.de.

2 Kommentare

  1. Damit der Spaß komplett ist, melde ich hiermit an, Touristen mit a) Rikschas, b) Bobby-Cars, c) Tretrollern, d) huckepack durch die Stadt zu transportieren.

    • auja,da melde ich mich gleich mal für´s bobbicar an bei meinem nächsten besuch im april……

      aber mal scherz beiseite,ich finds schade,das die kremserfahrten durch die stadt enden sollen…sowas gibts nicht oft und auch nicht überall.Vielleicht schaff ichs im april ja doch mal,da mit zu fahren…schön wärs ja