Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Die Straße Auf der Höhe ist für Autofahrer und Radler seit Jahren ein Ärgernis. Eigentlich sollte das Nadelör ausgebaut werden, doch nun plant die Stadt lediglich die Sanierung der Fahrbahn und des Gehwegs. Foto: t&w
Die Straße Auf der Höhe ist für Autofahrer und Radler seit Jahren ein Ärgernis. Eigentlich sollte das Nadelör ausgebaut werden, doch nun plant die Stadt lediglich die Sanierung der Fahrbahn und des Gehwegs. Foto: t&w

Auf der Höhe: Ausbau gestrichen

as Lüneburg. Rund 1,1 Millionen Euro stellt die Stadt Lüneburg für Personalkosten sowie Gebäude- und Grundstückserhaltung der Kita Heidkamp nächstes Jahr bereit, für die Kita Oedeme werden es 707 000 Euro sein. Diese Zahlen stellte Oberbürgermeister Ulrich Mädge neben vielen anderen im Ortsrat Oedeme vor, wo er einen Überblick zum Etatentwurf 2014 präsentierte. Der Ortsrat unter Vorsitz von Ortsbürgermeisterin Christel John (CDU) nahm die Ausführungen wohlwollend zur Kenntnis – bis auf einen Lapsus. Die Verwaltung schlug dem Ortsteil 2505 Einwohner zu. Christel John, sonst durchaus kompromissbereit, korrigierte freundlich: „Es sind 4815, wir sind einer der größten Stadtteile.“

Unterm Strich weist der Etatentwurf der Stadt ein Plus von 610 000 Euro aus. Mädge ging auf die Entwicklung der Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer ein, zeigte Entwicklungen bei den Personalkosten auf und nahm die Kreisumlage ins Visier – ein Ärgernis für die Stadt. Denn obwohl der Hebesatz gesenkt wurde, steigt sie um 1,1 auf 39,1 Millionen Euro. „Wären wir auf Harburger Niveau, hätten wir drei Millionen Euro mehr in der Kasse“. Deshalb müsse mit dem Landkreis weiter darüber verhandelt werden. Auch beim Thema Grundsicherung sei noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Investieren will die Stadt 2014 rund 16,6 Millionen Euro. Schwerpunkte sind der Bereich Kitas und Schulen mit 5,7 Millionen Euro sowie die Sanierung und der Ausbau von Straßen und Radwegen (4,7 Millionen Euro). Thomas Wiebe, Bereichsleiter für Bildung, erläuterte das Vorgehen bei der Umwandlung der Grundschule Hasenburger Berg zur Ganztagsschule. Gerade habe er mit Schulleitung und Eltern zum Raumprogramm zusammengesessen. Basis sei das pädagogische Konzept, das die Schule entwickle, sagte Wiebe. Voraussichtlich im nächsten Frühjahr soll das Raumkonzept stehen, Kernstück werde die Mensa sein. 2014 soll auch mit der Sanierung der Sporthalle begonnen werden, diskutiert werde der Anbau einer Gymnastikhalle, erläuterte Mädge.

Straßenausbau in Oedeme ist 2014 nicht geplant, gleichwohl hakte Christel John nach: „Was wird Auf der Höhe gemacht?“ Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, erläuterte, dass in einem ersten Bauabschnitt eine neue Asphaltdecke entstehen solle. „Hieß es nicht mal, die Straße soll ausgebaut werden?“, wollte die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Dr. Sabine Mahncke (SPD) wissen. Das war tatsächlich diskutiert worden, räumte Mädge ein. Allerdings hätte man für einen Ausbau in die Grundstücke gehen müssen. Inzwischen habe nach Eindrücken der Verwaltung die neue Radwegeverbindung zu den Sülzwiesen die Situation in der Straße verbessert, sodass man beschlossen habe, nur Fahrbahn und Gehwege zu sanieren.

Christel John sprach auch an, dass es in Oedeme mehrere Straßen gebe, unter anderem Steinweg und Kunkelberg, die Sanierungsbedarf hätten. Ihr Wunsch ist, dass dort im kommenden Jahr etwas passiert. Bekanntlich erstellt die Stadt jedes Jahr eine Prioritätenliste für marode Straßen, Oedeme wird sich dazu einbringen. Dass der Fuß- und Radweg zwischen Häcklinger und Hasenburger Weg nun erst 2014 erneuert wird, nahm die Ortsbürgermeisterin zur Kenntnis, allerdings hätte sie gewünscht, beizeiten darüber informiert zu werden.

One comment

  1. Anmerkung zur „neuen Verbindung zu den Sülzwiesen“ für Radfahrer:
    Inzwischen prägen riesige Pfützen, die sich aufgrund des tiefer gelegenen verdichteten Wegs langfristig gebildet haben das Bild. Ein verschmutztes Fahrrad und dreckige Hosen sind die Folge. Am Schnellenberger Weg reißt es einen dann vom Sattel, wenn man die vielfach geflickte und von LKW befahrene Buckelpiste passieren muss. Aber zum Glück ist das Rote Kreuz Anlieger der Straße.