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Überall ist Party

ca Lüneburg. Das fängt ja gut an. Ins Café Klatsch ist schon um neun kaum noch ein Reinkommen. Wirt Uli Schröder sitzt am Tresen, Logenplatz. „Geil, oder?“, sagt er und grinst. Nicht nur, weil die Kasse klingelt. Auf der Bühne muckt Jutta Weinhold, so laut und derb wie schon vor 30, 40 Jahren, als sie mit Hamburger Rockern wie Udo Lindenberg rumzog. Uli sagt ganz trocken: „Heavy Metal, und sie wohnt in Hanstedt.“ Klar Mann, das sind zwei Welten. Ein Zweieinhalb-Zentner-Mann haut auf die Schießbude, der Gitarrist linst im Schummerlicht durch eine Sonnenbrille. So cool. Weiter, wie immer bei der Nacht der Clubs. Eine Karawane zieht am Sonnabend um die Häuser. Hunderte bekommen was auf die Ohren.

Ein paar Meter bis zur Ritterakademie laufen. Da ist es fast luftig, man kommt noch rein – und in eine andere Welt. Sandy Edwards und Nite Club spielen, Soul, ein bisschen funky. So locker und fröhlich, dass die Füße mitwippen. Wie jedes Mal: einfach große Klasse.

13 Läden machen mit. Die sind gar nicht alle zu schaffen. Und bei manchen kann man nur von draußen zuhören. Die Kneipen sind voll wie eine Büchse mit Ölsardinen. Im Zwick spielt Karolina Kingdom Pop, gegenüber bei Wabnitz geht’s gediegen zu, Pieke Bergmann jazzt. Im Café Central treffen sich die Rock ‚ n ‚ Roller bei den Hepcazz, die schon so so viele bei Stadtfesten zum Tanzen gebracht haben. Nun etwas Lateinamerikanisches im Hemingway’s: Beats con Gas.

In der Krone an der Heiligengeiststraße lassen Volker Nielsen und seine Jungs von Booze, Beer and Rhythm das Publikum schwitzen mit den Nummern von Sweet, AC/DC und Lake: „On the run.“

Okay, flüchten wir zum Stint. Im Schalli macht Neugierig Party. Mit Ach und Krach kommen wir rein. Puhh, nun ist es gut – Luft! Draußen regnet’s, und Mick verkauft vor der Kneipe Bratwurst. Was gibt es Besseres an so einem Abend? Zwei Stück davon, ab nach Haus. Den Kopf voller Musik.

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Screenshot nacht der clubs