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Der Bauzaun bleibt, eine Sanierung steht zumindest vorerst nicht an. Foto: A/be
Der Bauzaun bleibt, eine Sanierung steht zumindest vorerst nicht an. Foto: A/be

58 Zentimeter in dreieinhalb Jahren

as Lüneburg. Die Senkung in der Frommestraße geht kontinuierlich weiter. In der Höhe des Tores zur Unterwelt ist sie am stärksten. Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck: „Die regelmäßigen Messungen haben in der Zeit vom 6. Mai 2010 bis zum 17. Oktober 2013 ergeben, dass sich der Boden dort um insgesamt 58 Zentimeter gesenkt hat. Unsere Fachleute und der Geologe Thorsten Trapp tauschen sich dazu regelmäßig aus.“ Solange der Untergrund noch in Bewegung ist und eventuell auch mit einem Erdfall zu rechnen sei, steht eine Sanierung der Straße und des Gehweges nicht an.

Seit Monaten sichert ein mobiler Bauzaun das Areal. In den kommenden Wochen soll dieser nun durch einen fest installierten Zaun ersetzt werden. Das hatte die Stadt bereits Ende August im Bauausschuss angekündigt. Außerdem soll eine Informations-Tafel zum Senkungsgeschehen aufgestellt werden.

Andreas Kellner hatte sich jüngst an die LZ gewandt und kritisiert, dass der Bauzaun auch den Gehweg einschließe. „Damit bleiben nur die Wege durch den Scunthorpe-Park, die vor einiger Zeit mit einem neuartigen Material saniert wurden.“ Bei Regen löse sich ein dünnflüssiger gelblicher Schlamm, „der unvermeidlich Schuhe und Hosen beim Durchqueren verschmutzt“. Kellner plädiert dafür, dass der Zaun „an die Grenze zwischen Fahrbahn und Fußweg zurückverlegt wird“, damit man wieder den Gehweg nutzen könne.

Aus Sicherheitsgründen könne der Gehweg nicht freigegeben werden, sagt Suzanne Moenck. Es bleibe nur der Weg durch den Park. Dort hat die Stadt auf den Wegen einen wasserdurchlässigen Oberflächenbelag aufgebracht wie zum Beispiel auch im Kurpark. „Wenn Radler dort durchfahren, bilden sich Rillen, in denen sich bei Regen Wasser sammelt. Das lässt sich nicht verhindern“, sagt die Stadtsprecherin. Als Alternativroute biete sich für Fußgänger und Radler die Straße Am Graalwall an.