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Die Stadt sieht drei Möglichkeiten für die
Zukunft der Sporthallen in Kaltenmoor: Entweder werden sie saniert, abgerissen und in Eigenregie neu gebaut oder über ein sogenanntes PPP-Verfahren errichtet, bei dem ein Investor das Projekt realisiert und die Stadt die Kosten über Jahre in Raten abstottert. Foto: t & w
Die Stadt sieht drei Möglichkeiten für die Zukunft der Sporthallen in Kaltenmoor: Entweder werden sie saniert, abgerissen und in Eigenregie neu gebaut oder über ein sogenanntes PPP-Verfahren errichtet, bei dem ein Investor das Projekt realisiert und die Stadt die Kosten über Jahre in Raten abstottert. Foto: t & w

Sanierung oder Neubau?

ahe Lüneburg. Frühestens 2012, hieß es vor knapp vier Jahren. Eher 2014/2015 war dann die neue Marschroute vor genau einem Jahr. Wahrscheinlich erst 2016, nennt die Verwaltung heute als Zeitpunkt. Die Stadt schiebt eine Sanierung der Sporthallen in Kaltenmoor auf die lange Bank. Und sie stellt sie sogar grundsätzlich in Frage: Denn auch ein Abriss mit anschließendem Neubau sei möglich.

Im Investitionsplan 2014 der Gebäudewirtschaft steht in der Spalte für die Sporthallen Kaltenmoor eine schwarze Null. Erst für das Jahr 2015 ist Geld eingeplant: 50 000 Euro – zu wenig, um schon Baufahrzeuge anrollen zu lassen. Dabei hatten die Verantwortlichen im Rathaus schon vor vier Jahren erkannt, dass die beiden arg in die Jahre gekommenen Hallen in erheblichem Maße sanierungsbedürftig sind. Damals hatte die Gebäudewirtschaft ausgerechnet, dass wohl vier bis fünf Millionen Euro erforderlich wären, um die Hallen wieder in Schuss zu bringen. Geld, das Lüneburg damals nicht hatte – und auch heute angesichts vieler anderer Baustellen nicht hat.

Deshalb spielt die Stadt auf Zeit, Pressesprecher Daniel Steinmeier sagt: „Wir werden nun bis Ende 2014 prüfen, wie wir weiter vorgehen.“ Dabei nennt er drei Möglichkeiten, die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten beleuchtet werden sollen: „Enweder sanieren wir die Hallen, wir bauen sie in Eigenregie neu oder lassen sie in einem PPP-Verfahren bauen.“ Mit solchen PPP-Verfahren, bei denen ein Investor ein Projekt realisiert und bezahlt und die Stadt es über Jahre in Raten abstottert, hat Lüneburg Erfahrung – unter anderem die Sporthallen am Kreideberg und in Häcklingen wurden auf diese Weise realisiert.

Sobald die Wirtschaftlichkeitsprüfung abgeschlossen ist, wolle die Stadt mit allen Beteiligten, also zum Beispiel den Verantwortlichen in Sportvereinen und Schulen, sprechen, um zu einer Entscheidung zu gelangen. „Dabei geht es dann zum Beispiel darum, ob eine große Halle reicht oder es wieder zwei sein müssen, für den Fall, dass wir neu bauen“, erklärt Steinmeier.

Immerhin: Für die Planungskosten ist ein wenig Geld da. Ob dann aber tatsächlich im Jahr 2016 etwas passiert an den Sporthallen im bevölkerungsreichsten Lüneburger Stadtteil, erscheint fraglich. Im aktuellen Investitionsplan der Gebäudewirtschaft steht auch für das Jahr 2016 eine schwarze Null.

One comment

  1. Unlaublich. Die Sporthallen werden von Schulen und Vereinen genutzt und sind essentieller Bestandteil der Infrastruktur in diesem Stadtteil. Statt hier in ein wichtiges Infrastrukturprojekt zu investieren, wird das Geld beim Museumsneubau verschwendet, wo die Stadt schon zweimal nachlegen musste bei den Baukosten. Von den laufenden Kosten in den Folgejahren will ich gar nicht reden, denn man muss kein Wahrsager sein, um zu sehen, dass das ein Fass ohne Boden wird und nur Verluste bringt.