Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Zum Üben in den Bunker
Der Lüneburger Musiker und Erzieher Achim "Maschi" Pelz übernimmt die Regie beim Projekt "1000 Steine". Die Drogenberatungsstelle, der Diakonieverband und die Hansestadt übernehmen das Projekt von der Jugend- und Suchthilfe. Foto: t&w
Der Lüneburger Musiker und Erzieher Achim "Maschi" Pelz übernimmt die Regie beim Projekt "1000 Steine". Die Drogenberatungsstelle, der Diakonieverband und die Hansestadt übernehmen das Projekt von der Jugend- und Suchthilfe. Foto: t&w

Zum Üben in den Bunker

ca Lüneburg. Viele, die heute in irgendeiner Lüneburger Band spielen, haben in den vergangenen knapp 30 Jahren ihre ersten Riffs und Anschläge im Musikprojekt „1000 Steine“ ausprobiert. Als Gründer Bernd Loehn vor einigen Monaten starb, sah es so aus, als ob auch die Initiative am Ende wäre. Nun soll das Vorhaben zu neuem Leben erwachen. Drogenberatungsstelle (drobs), Diakonieverband und Stadt kooperieren und übernehmen das Vorhaben von der Jugend- und Suchthilfe. Einer der profiliertesten Musiker der Stadt ist zum „Dirigenten“ bestellt worden: Achim „Maschi“ Pelz. Der Erzieher und Musiker machte unter anderem bei Grand Cross, Duett complet und Eclaire mit.

Pelz spielt Klavier, Keyboard, Schlagzeug, Bass, Gitarre und Saxophon. Zudem hat er in der Vergangenheit Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen gesammelt, schon während der Ausbildung hat er Mädchen und Jungen an Musik herangeführt, zuerst im Jugendzentrum in Kaltenmoor, später in Melbeck, Deutsch Evern und Bleckede. Genau darum geht es ihm auch jetzt: Die Übungsräume im Keller eines Sparkassengebäudes im Lünepark sollen nicht nur wie bislang von bestehenden jungen Bands genutzt werden können, sondern auch von denjenigen, die ausprobieren wollen, ob Musikmachen überhaupt etwas für sie ist. Pelz möchte zudem Grundkenntnisse in Bühnen-, Licht- und Studiotechnik vermitteln.

Eine neue Heimat hat das Projekt „1000 Steine“ bei der drobs gefunden. Chefin Gudrun Mannstein, Diakonieverbandsgeschäftsführer Gabriel Siller, Sozialdezernent Peter Koch und Stadtjugendpfleger Thorsten Treybig freuen sich, dass Pelz die Arbeit fortsetzen will, obwohl das Honorar mehr als bescheiden ausfällt. Die Stadt zahlt weiterhin Zuschüsse für Sachkosten und Honorar. Die Sparkasse erlässt für das erste Jahr die Miete. Doch allen ist klar, dass es Spenden braucht, um diese Art der Jugendarbeit fortzusetzen.

Die Idee der „1000 Steine“ stammt aus Schweden. Der Ansatz: Musik bietet eine Alternative zu Alkohol und Drogen, die Teilnehmer bekommen so viel Selbstbewusstsein, dass sie darauf verzichten können. Das ist das Konzept, das auch in Lüneburg galt und gilt. Im „Übungs-Bunker“ sind Bier und Zigaretten nicht erlaubt.

Voraussichtlich kann der Übungsbetrieb Anfang Dezember wieder aufgenommen werden. Junge Musiker, die Interesse am Übungsraum haben, wenden sich an Achim Pelz unter Tel.: 20 60 52.