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Telekom-Stiftung fördert die Leuphana Universität

Berlin/Lüneburg. Als eine von neun ausgewählten deutschen Universitäten wird die Leuphana Universität Lüneburg künftig von der Deutsche Telekom-Stiftung gefördert. Das hat die Stiftung auf einer Tagung in Berlin bekanntgegeben. Ziel der Förderung ist die Verbesserung der Lehrerausbildung in den sogenannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Stiftung will in den kommenden drei Jahren vier Millionen Euro dafür aufwenden. Insgesamt 63 Hochschulen hatten sich an der Ausschreibung beteiligt.

Der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Timo Ehmke hatte federführend für das Zukunftszentrum Lehrerbildung (ZZL) den Antrag zur Teilnahme am Hochschulwettbewerb der Telekom-Stiftung gestellt. Er freut sich über das gute Abschneiden: „Dass wir künftig in einem Netzwerk mit der TU München, der TU Berlin und der Universität Tübingen zusammenarbeiten werden, ist für die Lehrerbildung an der Leuphana ein großer Erfolg.“ In einem Verbund mit Exzellenz-Universitäten Konzepte weiterentwickeln zu können, sei auch eine Anerkennung der bisher in Lüneburg geleisteten Arbeit. Die Leuphana hatte das Zukunftszentrum Lehrerbildung im vergangenen Jahr gegründet. Es bündelt die bereits vorhandenen Initiativen der Leuphana und entwickelt neue Konzepte für die zukunftsorientierte Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern.

Der erfolgreiche Lüneburger Antrag richtet sich auf die Entwicklung neuer Strategien für die Gewinnung und Ausbildung von Lehramtsstudierenden. Diese Themen haben an der Leuphana einen besonderen Stellenwert. Angesichts von rund 4.000 Bewerbungen um die etwa 380 Studienplätze im Bachelorstudium für das Lehramt entwickelte die Universität ein spezielles Auswahlverfahren. Neben klassischen Kriterien wie Abiturnote, Wartezeit oder Studierfähigkeitstest werden dafür erstmals in der Lehrerbildung auch die Ergebnisse von Auswahlgesprächen berücksichtigt. Dieser Weg soll speziell für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer im Verbundprojekt mit den anderen Universitäten weiterentwickelt werden.

Weitere Themen der Zusammenarbeit im Telekom-geförderten Netzwerk sind die Überprüfung der Wirksamkeit vorhandener und die Entwicklung neuer Unterstützungsangebote für Studierende. Dabei geht es etwa um fachspezifische Lernstrategien oder auch um spezielle Angebote für MINT-Studierende mit Migrationshintergrund.

Die Telekom-Stiftung zeigte sich beeindruckt von der großen Resonanz auf ihre Ausschreibung: „Die hohe Zahl der Bewerbungen verdeutlicht, dass die Lehrerbildung bundesweit im Wandel ist. Viele Hochschulen sind bereit, auf diesem Feld neue Ansätze zu entwickeln und zu erproben.“ Entsprechend schwer sei der Fachjury aus Experten auf dem Feld der MINT-Lehrerbildung die Auswahl gefallen. „Letztlich hat sich die Kommission für die stimmigsten und innovativsten Konzepte entschieden.“

Die von der Telekom-Stiftung ausgewählten Hochschulen werden sich ab 2014 in bundesweit drei Netzwerken zusammenschließen, um sich mit zentralen Fragen der MINT-Lehrerbildung zu beschäftigen. Das Netzwerk, dem die Leuphana angehört, widmet sich Recruiting- und Assessment-Verfahren für angehende Lehramtsstudierende. Es wird von der Technischen Universität München koordiniert. Die Hochschulen wollen ergründen, wie es gelingt, gute Schülerinnen und Schüler für den Beruf des MINT-Lehrers zu begeistern und während der Ausbildung motivierend zu begleiten.