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Eine selbstgetöpferte Lampe ist das neueste Werk von Ingrid Cordson. Im Glockenhaus präsentiert sie außerdem Schalen und Kerzenständer aus Ton. Foto: be
Eine selbstgetöpferte Lampe ist das neueste Werk von Ingrid Cordson. Im Glockenhaus präsentiert sie außerdem Schalen und Kerzenständer aus Ton. Foto: be

Eine Schachtel voll Stint

ahe Lüneburg. Ingrid Cordsen ist zufrieden. „Das Geschäft läuft gut“, sagt sie, während sich die Besuchermassen am Sonntagmittag an ihrem Stand vorbeischieben und ihre Kerzenständer, Schalen, Uhren und Lampen aus Ton in Braun- und Beigetönen bewundern. Schon am Sonnabend sei es „brechend voll“ gewesen. Die Hobby-Töpferin aus Kellinghusen in Schleswig-Holstein ist eine von 23 Ausstellerinnen und Ausstellern, die Ergebnisse ihres Können beim Lüneburger Kunsthandwerkermarkt im Glockenhaus präsentieren.

Thomas Nolte aus Lüchow hat eine Werkstatt für feine Holzarbeiten. Einige davon dürften all jene erfreuen, die gerne genuss- und stilvoll ein Gläschen Wein, eine Flasche Bier oder eine Tasse Kaffee beim Picknick genießen. Nolte stellt Halterungen her, die zum Beispiel in den Rasen gesteckt werden können, damit Flaschen und Gläser nicht umfallen, wenn man mal ein Schlückchen auf der grünen Wiese unter freiem Himmel genießen will. „Das hier ist das Modell Weinhalter Party“, sagt er und zeigt auf einen der Ständer, der Platz bietet für eine Weinflasche und bis zu vier Gläser. Auch ein Modell für den Solotrinker hat er im Angebot, mit einer Halterung für die Weizenbierflasche und eine für das passende Glas.

Das Angebot im Glockenhaus reicht von Mützen, Tüchern und Grußkarten über Schmuck, Seidenaccesoires und Filzmode bishin zu handbemaltem Porzellan und gedrechselten Schreibutensilien.

Gisela Jochheim aus Laatzen verwandelt unscheinbare Streichholzschachteln in wahre Kunstwerke. Tiere, Landschaften oder auch der Weihnachtsmann zieren die Verpackung. Im Glockenhaus punktet sie beim Publikum vor allem mit Lüneburg-Motiven, sei es das Rathaus oder die Stint-Kulisse. Postkarten dienten als Vorlage. „Ich male dreimal das gleiche Bild“, erzählt sie. „,Einmal direkt auf die Schachtel, zweimal auf Papier.“ Die beiden Bilder werden unterschiedlich geschnitten, auf die Schachtel geklebt und lasiert. Dadurch entsteht ein 3-D-Effekt.