Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Stiftung ehrt leuchtende Vorbilder
Die Preisträger 2013 (v.l.): Manon von Flotow (Hospiz-Verein), Anton Bröring-Mathys (Kulturboden Scharnebeck), Juliane Meyer-Strechel (Hospiz-Verein), Hans-Werner Heitsch (ESV Lüneburg), Hartmut und Renate Deubener (Kreisfeuerwehrbereitschaft). Foto: t&w
Die Preisträger 2013 (v.l.): Manon von Flotow (Hospiz-Verein), Anton Bröring-Mathys (Kulturboden Scharnebeck), Juliane Meyer-Strechel (Hospiz-Verein), Hans-Werner Heitsch (ESV Lüneburg), Hartmut und Renate Deubener (Kreisfeuerwehrbereitschaft). Foto: t&w

Stiftung ehrt leuchtende Vorbilder

oc Lüneburg. Sie sind Vorbilder, ohne es sein zu wollen, sie drängen sich nicht in den Vordergrund. Ohne Menschen aber, die sich ehrenamtlich engagieren, gingen im sozialen Bereich, in der Kultur und im Sport die Lichter aus. Und darum sind es „leuchtende Vorbilder“, die Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Huldigungssaal des Rathauses begrüßte. Sechs Menschen aus Stadt und Kreis wurden bei einer Feierstunde für ihren Einsatz mit dem Hans-Heinrich-Stelljes-Preis ausgezeichnet. Zum 13. Mal wurde die mit jeweils 1000 Euro dotierte Auszeichnung der Sparkassenstiftung Lüneburg vergeben.

Mädge erinnerte bei der von Ken Dombrowski (Posaune) und Antonio Chaves (Piano) begleiteten Feierstunde an den Namensgeber des Preises, der von 1963 bis 1984 als Oberstadtdirektor die Geschicke der Stadt leitete und dessen bürgerschaftliches Engagement weit über beruflichen Einsatz hinaus gegangen sei. Zum 80. Geburtstag Stelljes‘ wurde die Stiftung ins Leben gerufen. Mädge, Landrat Manfed Nahrstedt und Karl Reinhold Mai als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse überreichten die Preise.

Für den Bereich Kultur wurde der Künstler Anton Bröring-Mathys ausgezeichnet. Der heute 67-jährige Beuys-Schüler lebt seit 1978 in Scharnebeck und vermittelt in der Galerie Kulturboden zeitgenössische Kunst auf hohem Niveau. Scharnebecks Bürgermeister Dr. Dieter Heidelmann würdigte den ehrenamtlichen Kurator, der mit organisatorischem Geschick, Beharrlichkeit, seiner Vernetzung in der Kunstszene und seiner Kunstvermittlung der Galerie einen weit reichenden Namen gemacht habe. Bröring verwies auf viele Unterstützer, durch die der Kulturboden erst funktioniere.

Manon von Flotow und Juliane Meyer-Strechel leiten den Freundeskreis Hospiz und geben ihm ein Gesicht. „Sie stehen fremden, hilfsbedürftigen, verzweifelten Menschen in ihrer letzten Lebensphase bei, Sie schenken ihnen Zuwendung, Wärme, Zeit“, sagte Prof. Dr. Christian Frenkel in seiner Würdigung der unendlich verdienstvollen Tätigkeit, die Betroffenen ein menschenwürdiges Sterben ermögliche. Beide Preisträgerinnen sind seit vielen Jahren für den Hospiz-Verein aktiv, und Manon von Flotow zitierte in ihrem Dankeswort eine von vielen Mitstreiterinnen: „Wir können die Fragen, die Sterbende haben, oft nicht beantworten, aber wir können sie mit ihnen aushalten.“

Sport-Preisträger 2013 ist Hans-Werner Heitsch. „Er ist als Nicht-Eisenbahner der Lokführer des ESV“, des Eisenbahner Sport Vereins, sagte Laudator Karl Ernst Horn. Heitsch, geboren 1949, war schon mit 24 Jahren im Vorstand aktiv. Seit 2005 steht er an der Spitze, er blickt auf mittlerweile 40 Jahre ehrenamtliches Engagement zurück, auch im Kreisportbund und im Lüneburger Sportbeirat. Heitsch selbst verwies auf seine „hervorragende Mannschaft“, die sein Engagement trage.

Einen Zusatzpreis 2013 erhielt das Dahlenburger Ehepaar Renate und Hartmut Deubener, sie leiten das Küchenteam der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Was die Deubeners ehrenamtlich über das Maß des vielleicht Üblichen hinaus leisten, machte Henning Banse, stellvertretender Kreisbrandmeister, klar: Die Deubeners waren beim Elbe-Hochwasser 14 Stunden täglich aktiv, um die Versorgung für 5000 Einsatzkräfte zu organisieren – mit einem Team aus maximal sieben Personen. Bei allen Hochwassereinsätzen seien die Deubeners derart selbstlos im Einsatz gewesen.