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Handel stärkt den Arbeitsmarkt

rast Lüneburg. Die Region Lüneburg steuert gegen den Bundes- und den Landestrend. Während allgemein die Zahl der Arbeitslosen im November geringfügig gestiegen ist, ging sie in Hansestadt und Landkreis Lüneburg sogar überraschend stark zurück: Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sackte von 6,3 Prozent im Oktober auf nun 6,1 Prozent, die Zahl der Betroffenen verringerte sich um 163 auf 5609 Frauen und Männer. Im Vergleich zum November 2012 waren es 98 Arbeitslose weniger. Dahinter steckt laut dem Lüneburger Agentur-Chef Bernd Passier eine rege Vermittlungstätigkeit für den Bereich Stadt und Kreis: „So nahmen etwa 392 Personen eine Erwerbstätigkeit auf und 331 Personen mündeten in eine Ausbildung oder Qualifizierung.“ Einer der Gründe: Der Handel habe sich bereits auf das Weihnachtsgeschäft eingestellt.

Im November meldeten sich in Stadt und Kreis 1313 Personen neu oder erneut arbeitslos, das sind 231 weniger als noch im Oktober. Gleichzeitig beendeten 1464 Frauen und Männer ihre Erwerbslosigkeit, das sind 117 weniger als im Vormonat. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 16 011 Arbeitslosmeldungen, ein Minus von 299 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 16 076 Abmeldungen, das ist ein Plus von 350 gegenüber 2012.

Der Bestand an offenen Stellen ist im November um 90 auf 1370 gesunken, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 156 freie Jobs mehr. Arbeitgeber meldeten in diesem Monat 317 neue offene Stellen, 38 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn gingen bei der Agentur 4124 Arbeitsstellenmeldungen ein, gegenüber 2012 entspricht das einer Abnahme von 213 Stellen.

Im kompletten Bezirk der Arbeitsagentur Lüneburg – dazu gehören die Hauptagentur Lüneburg-Uelzen sowie die Geschäftsstellen Buchholz, Winsen und Lüchow – gab es einen geringfügigen Anstieg bei den Arbeitslosen um 22 Personen, die Quote verblieb auf dem Vormonatswert von 5,9 Prozent. Passier: „Diese Entwicklung basiert allerdings ausschließlich aus saisonalen Effekten.“ Trotz der starken Lüneburger Bilanz sieht der Agentur-Chef aber keine Trendwende auf dem hiesigen Arbeitsmarkt: „In den vergangenen Jahren wirkten sich die positiven konjunkturellen Impulse stark auf den Arbeitsmarkt aus. Auch wenn diese in den vergangenen Monaten nicht spürbar waren, ist der regionale Arbeitsmarkt nach wie vor in einer stabilen Verfassung.“ Indikatoren dafür seien die nach wie vor hohe Zahl versicherungspflichtig Beschäftigter als auch eine stabile Arbeitskräftenachfrage, hier insbesondere nach Fachkräften.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur auch Angaben zur Unterbeschäftigung, hierzu zählen Personen, die beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Passier: „Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im November bei 21 690 und erhöhte sich gegenüber Oktober um 173 Frauen und Männer. Im Vergleich mit dem November 2012 allerdings sank sie um 65 Personen.“

>>>Arbeitsmarktreport November 2013