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Der Ausverkauf am Stanort Ilmenau-Center läuft schon lange. Ob es hier einen Käufer geben wird, ist weiter unklar. Und auch am Standort Bilmer Berg sind die Mitarbeiter weiter verunsichert, sie wollen noch nicht so recht an die Rettung glauben. Foto: be
Der Ausverkauf am Stanort Ilmenau-Center läuft schon lange. Ob es hier einen Käufer geben wird, ist weiter unklar. Und auch am Standort Bilmer Berg sind die Mitarbeiter weiter verunsichert, sie wollen noch nicht so recht an die Rettung glauben. Foto: be

Noch trauen sie dem Frieden nicht

ca/mm Lüneburg. Rund 50 Mitarbeiter des Max-Bahr-Marktes Auf den Blöcken dürften aufatmen: Gestern teilte die Bauhaus-Gruppe mit, dass sie mehr als 20 Häuser der insolventen Baumarktkette übernimmt, darunter auch die Filiale im Gewerbegebiet am Bilmer Berg. Den Beschäftigten sollen Arbeitsverträge angeboten werden zu „mindestens den gleichen Bedingungen“, zu denen die Mitarbeiter heute tätig sind, sagte ein Sprecher der Insolvenzverwalter. Ob aus Plänen Wirklichkeit wird, ist allerdings noch nicht sicher: Das Bundeskartellamt muss die Übernahme genehmigen.

Die Baumarkt-Verantwortlichen in Lüneburg gaben sich deshalb gegenüber der LZ auch nur äußerst verhalten optimistisch: „Es gibt ständig neue Entwicklungen. Noch ist nichts hundertprozentig sicher und offiziell“, hieß es von Leitungsseite, die für Nachfragen an die Max-Bahr-Zentrale in Hamburg verwies.

Sicher ist, dass am Bilmer Berg genau wie in den anderen 73 Märkten nun der Ausverkauf beginnt. „Dieser wird sich bis in das nächste Jahr ziehen“, sagte Sprecherin Simone Naujoks von der Zentrale.

Im zweiten Max-Bahr-Markt im Ilmenau-Center läuft der Ausverkauf bereits seit Oktober auf Hochtouren. Die Zukunft ist weiterhin offen. Letztendlich liege es in der Hand der Royal Bank of Scotland, als Gläubigerin des insolventen Vermieters Moor Park zu entscheiden, was mit dem Markt nach Ende der Kauffrist passiere, erklärt Simone Naujoks. Bei Max Bahr sei man bemüht, für alle Standorte gute Lösungen zu finden.

Gute Lösungen sahen gestern aber trotz der guten Nachricht noch nicht einmal die Beschäftigten am Bilmer Berg, wollten sich dazu auch nicht mit Nennung ihres Namens in der LZ äußern. „Ich kann es noch nicht glauben, dass wir gerettet sind. Dafür sind wir zu lange und immer wieder hinters Licht geführt worden“, zeigte sich beispielsweise eine Mitarbeiterin unbeeindruckt von der neuesten Rettungsoffensive.