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Das Stadtorchester Lüneburg gehört mit seinen Konzerten zu den Höhepunkten bei den Veranstaltungen im Kurpark. Doch die vorhandene Technik und die Lautsprecheranlagen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. Was zur Verbesserung getan werden kann, das beschäftigte den Rat.  Foto: A/oc
Das Stadtorchester Lüneburg gehört mit seinen Konzerten zu den Höhepunkten bei den Veranstaltungen im Kurpark. Doch die vorhandene Technik und die Lautsprecheranlagen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. Was zur Verbesserung getan werden kann, das beschäftigte den Rat. Foto: A/oc

So klingt’s im Kurpark besser

as Lüneburg. Der Kurpark als grüne Oase mitten in der Stadt wird von Jung und Alt nicht nur zum Verweilen und zur Erholung genutzt, sondern er lockt auch Besucher mit Veranstaltungen rund um die Konzertmuschel. Doch bei musikalischen Veranstaltungen sei nun aufgefallen, dass Technik und Lautsprecheranlagen nicht mehr auf dem neuesten Stand seien, hat die rot-grüne Mehrheitsgruppe festgestellt. Und auch die Stühle bedürften einer Renovierung. Was kann zur Verbesserung getan werden, damit der Kurpark weiter ein attraktiver Anlaufpunkt für die Bürger ist?, wollte die Gruppe in einer Anfrage wissen.

Stadtbaurätin Heike Gundermann erläuterte, dass für die Lesehalle, den historischen Wandelgang und den Kiosk ein Pachtvertrag mit der „Neuen Arbeit gGmbH“ bestehe, diese sei auch mit der Pflege der rund 650 Kurparkstühle beauftragt. In der Konzertmuschel fanden in diesem Jahr 14 Veranstaltungen, im Wandelgang zudem elf Veranstaltungen statt. Eine Überprüfung der elektrotechnischen Anlage hat ergeben, dass für eine Erneuerung mit rund 6000 Euro zu kalkulieren sei. Auch die Tonanlage ist nach 40 Jahren durchaus verbesserungswürdig, für eine Neuanschaffung seien noch einmal 7000 Euro einzusetzen. Zur mittelfristigen Deckung der Kosten in Höhe von insgesamt 13 000 Euro sei zu überlegen, ob das Mietentgeld für die Konzertmuschel bei kommerziellen Veranstaltungen von rund 25 Euro auf 50 Euro angehoben werden könnte.

Was die 650 Stühle betrifft, von denen während der Saison 560 aufgebaut werden, so ist dafür die „Neue Arbeit“ zuständig, erläuterte Gundermann. Pro Jahr werden 160 aufgearbeitet, also Holzteile erneuert und frisch lackiert. Rund 6900 Euro stellt die Stadt dafür zur Verfügung, eine komplette Neuausstattung würde dagegen mit zirka 70 000 Euro zu Buche schlagen. Gundermann: „Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint die mit dem Pächter vereinbarte Pflege des Mobiliars ausreichend.“

Friedrich von Mansberg (SPD) machte deutlich, dass eine „Ertüchtigung“ der Konzertmuschel sehr sinnvoll sei, da der Bürgerpark ein Ort der Begegnungen sei. Auch Björn Adam (Grüne) sprach sich für eine Verbesserung der Technik in der Konzertmuschel aus, gleichwohl zeigte er sich verwundert, dass dort nicht mehr Veranstaltungen laufen. Der Erste Stadtrat Peter Koch verwies darauf, dass verschiedene Plätze im Kurpark für Veranstaltungen genutzt würden. Veranstaltungen am Abend in der Konzertmuschel hätten jedoch bei Anwohnern für Protest gesorgt. „Wenn Sie eine Intensivierung wollen, sollte es erst einmal eine Anwohnerversammlung geben.“

MichÉl Pauly von der Linken befand, wenn man dem Kurpark Leben „einhauchen“ wolle, müsse erst einmal die Kurparksatzung weg. Die führe dazu, dass dort keine jungen Leute seien und er nur attraktiv für die 60-Plus-Rosengeneration sei. Das sorgte nicht nur bei Birte Schellmann (FDP) für Widerspruch. Die Ansprüche an den Kurpark seien ganz unterschiedlich, er müsse aber auch Platz für die ältere Generation bieten.