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Das ist gefährlich: Gelingt es Wichteltod, dem letzten Weihnachtsmann Niklas Julebukk die Stiefel auszuziehen, dann ist es um das schöne Weihnachtsfest geschehen. Foto: t & w
Das ist gefährlich: Gelingt es Wichteltod, dem letzten Weihnachtsmann Niklas Julebukk die Stiefel auszuziehen, dann ist es um das schöne Weihnachtsfest geschehen. Foto: t & w

Der Weihnachtsmann fällt vom Himmel

Niklas Julebukk muss ganz schön aufpassen: Er ist der letzte Weihnachtsmann und das passt Waldemar Wichteltod so gar nicht. Der möchte den Liebling der Kinder am liebsten zu Schokolade verarbeiten, damit die Erinnerung an besinnliche und freundliche Weihnachten verschwindet. Dann kommen die Menschen am Heiligen Abend nur noch zu einem großen Konsum-Fest zusammen – Wichteltods Plastikwelt, in der nur noch Geld, aber nicht das Gefühl zählt, hätte gewonnen. Aber natürlich streiten Julebukk und seine Freunde für wahre Weihnachten, und am Ende haben sie gute Chancen, alles zum Guten zu wenden. Auch weil wie gestern bei der Premiere des Weihnachtsmärchens rund 500 Mädchen und Jungen die Helden unterstützen. Im Theater blieb kein Platz frei. Die LZ hatte, wie seit 1966, die jungen Zuschauer zur ersten Aufführung eingeladen. Die zweite LZ-Gewinnergruppe schaut sich das Stück heute an.

Das Stück von Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke erzählt, wie „Der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ und mit seinen beiden Gefährten, dem grünen, frechen und ein bisschen ängstlichen Kobold Fliegenbart (Olga Prokot) und dem Engel Matilda (Britta Focht) am Nebelweg landet. Julebukk (Philip Richert) trifft Ben (Fabian Kloiber), Charlotte (Claudia Grottke) und den Hund Wutz (P. J. Rebullida). Die beiden Freunde wünschen sich zu Weihnachten nicht 498 Computerspiele und zwei Fußballtore wie der aufschneiderische Mike, sondern Schnee.

Doch es ist nicht so einfach, dem Land ein weißes Kleid überzuwerfen, denn dazu muss die Schneemaschine mit dem gefährlichen Land hinter der weißen Tür verbunden werden. Aber dort lauern Wichteltod (Heiner Junghans) und seine gemeinen Nussknacker. Die wollen Julebukk die Stiefel ausziehen. Er würde dann zu Schokolade, und es gäbe keinen Weihnachtsmann mehr. Bis alles am Ende gut ausgeht, liegt ein spannendes Abenteuer vor der Freundesschar.

Sabine Bahnsen hat die Geschichte als Regisseurin temporeich und mit viel Witz in Szene gesetzt, Kiki de Kok zeichnet für die Kostüme verantwortlich, Barbara Block hat die Bühnen in passende Spielplätze verwandelt. Das fröhliche Klatschen zwischendurch und der begeisterte Applaus am Ende zeigte, dass die eine Stunde dauernde Aufführung ein Erfolg ist. Die Länge der Geschichte reicht für kleine Theaterfans bestens aus. Natürlich mögen die Kinder alle Weihnachtskämpfer gern, besonders aber den Kobold, der flucht so schön: „Zipfelzottige Rentierkacke.“ carlo