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Fachdienstleiter Michael Wieske und Büchereileiterin Ina Zander sind mit der Schulbibliothek in Oedeme zufrieden. Jetzt soll auch die Zentrale der Kreisbibliothek an den BBS umgewandelt werden. Foto: be
Fachdienstleiter Michael Wieske und Büchereileiterin Ina Zander sind mit der Schulbibliothek in Oedeme zufrieden. Jetzt soll auch die Zentrale der Kreisbibliothek an den BBS umgewandelt werden. Foto: be

Grünes Licht für Schulbibliothek

pet Lüneburg. Die Schulbibliothek am Schulzentrum Oedeme hat es 2010 vorgemacht – aus einer Außenstelle der Kreisbibliothek wurde im Gebäude des Gymnasiums ein gern genutzter Lernort für alle Schüler. Den gleichen Weg soll jetzt auch die Zentrale der Kreisbibliothek an den Berufsbildenden Schulen II und III gehen – in seiner jüngsten Sitzung hat der Schulausschuss des Kreistags empfohlen, die Bibliothek auf dem Schwalbenberg in eine Schulbibliothek umzuwandeln. Bedingung: Die Schulen müssen ein entsprechendes Konzept vorlegen.

Die Veränderungen in der Lüneburger Büchereilandschaft gehen auf einen Beschluss des Kreistags aus dem Jahr 2008 zurück, erklärt Michael Wieske, Fachdienstleiter Schule und Kultur beim Landkreis Lüneburg. Ziel war die Umwandlung der Kreisbibliotheken in Oedeme, am Schwalbenberg, aber auch in Scharnebeck, Embsen und Bleckede in „offene Lernzentren“. Finanzieller Anreiz für die Schulen: Eine einmalige Anschubfinanzierung in Höhe von 2500 bis 10 000 Euro sowie jährlich 2,50 Euro pro Schüler für den Betrieb.

In Oedeme klappte die Umstellung. „Wir sind stolz auf unsere Schulbibliothek“, erklärt dort Schulleiter Dieter Stephan. Geleitet wird die Bibliothek mit 15 000 Medien von Ina Zander, die beim Schulförderverein angestellt ist. Sie wird unterstützt von der Bibliotheksgruppe unter Leitung von Dettmer Detgen, vom Schulförderverein, vielen Eltern, einem Ein-Euro-Jobber und einem Bürgerarbeiter. Die Bücherei ist in den Schulalltag integriert, hat täglich von 7.30 bis 15.30 Uhr geöffnet. Stephan sieht aber auch das Land und den Schulträger Landkreis „in der Pflicht, personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen“.

An den Berufsbildenden Schulen, die sich als zweite Schule auf den Weg macht, stößt die Empfehlung des Schulausschusses, auch dort aus einer Kreisbibliothek eine Schulbibliothek zu machen, auf Zustimmung. „Grundsätzlich begrüßen wir die geplante Umwandlung der Kreisbibliothek in ein Lernzentrum der Berufsbildenden Schulen II und III durch den Landkreis Lüneburg“, schreiben die Schulleiter Christiane Pätz (BBS III) und Wolfgang Groth (BBS II).

Die Notwendigkeit der Umwandlung erläutert Michael Wieske den Mitgliedern des Schulausschusses in einer Sitzungsvorlage. Die Kreisbibliothek auf dem Schwalbenberg liege aus unterschiedlichen Gründen „zurzeit brach“. Weiter heißt es, „der Buchbestand ist veraltet und notwendige Aktualisierungen können nicht mehr vorgenommen werden. … Öffentlichkeit ist dort nicht festzustellen“.

Die Schulleiter Pätz und Groth berichten, „eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Lehrkräften beider Schulen, ist bereits mit der Entwicklung eines pädagogischen Konzepts befasst, das die Einrichtung eines Lernzentrums vorsieht“. Gleichzeitig bitten sie darum, bei der Berechnung der jährlichen Fördermittel von 2,50 Euro pro Schüler nicht nur die Vollzeitschüler, sondern auch die Teilzeitschüler zu berücksichtigen. Diese würden den jährlichen Zuschuss von 4480 Euro auf 6450 Euro steigen lassen.