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Am Ostpreußenring stürzte ein Baum auf die Straße

Sturm nicht so schlimm wie befürchtet

Lüneburg. Mit kräftigen Böen zog Sturmtief Xaver über Norddeutschland. Im Landkreis Lüneburg fiel der Sturm aber weniger schlimm aus, als zunächst befürchtet. Der Landkreis zieht nach Rücksprache mit der Feuerwehr Bilanz: Von Donnerstagmittag bis zum Freitagmorgen mussten Helfer 40mal ausrücken, zumeist waren Bäume oder große Äste auf Straßen gestürzt. In zwei Fällen waren Bäume auf Dächer gefallen. Verletzt wurde niemand. Neben den Feuerwehren rückten auch Mitarbeiter von Bauhöfen und Straßenmeistereien aus, um beispielsweise Wege wieder freizuräumen. Die Zahl der Schäden könnte im Laufe des Tages noch steigen — wenn sie entdeckt werden. Der Zugverkehr in Richtung Uelzen war unterbrochen. Laut Bundespolizei war gegen 6.35 Uhr ein Baum in eine Oberleitung gefallen. Ein ICE mit 200 Fahrgästen an Bord konnte nicht weiterfahren. Es sei auf der Strecke mitten im Wald nicht möglich gewesen, den Zug zu evakuieren: ,,Die Reisenden mussten ausharren.“ Nach knapp drei Stunden hatten Arbeiter und Techniker die Schienen frei und die Leitung repariert, der Zug setzte seine Fahrt fort. Nach Hamburg fuhren Pendlerzüge, zum Teil mit Verspätungen. Richtung Uelzen hat Metronom einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zusätzlich machte Glätte den Verkehrsteilnehmern zu schaffen. Bei Lüdersburg war nach Auskunft der Polizei ein Schulbus von der Straße geschlittert. Fahrer und fünf Kinder blieben unverletzt. Bei Neetze hatte sich am Berg Richtung Sülbeck ein Lkw quergestellt und blockierte die Straße.

Am Freitagmorgen fiel in einigen Teilen Lüneburgs zeitweise der Strom aus. Grund dafür war nicht der Sturm sondern ein Kabelfehler, wie eine Avacon-Mitarbeiterin mitteilte. Betroffen waren die Stadtteile Altstadt, Kreideberg und Weststadt.