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"Bitte absteigen!", hieß es Dienstagmorgen in Oedeme. Die Polizei kontrollierte die Verkehrssicherheit der Räder. Foto: be
"Bitte absteigen!", hieß es Dienstagmorgen in Oedeme. Die Polizei kontrollierte die Verkehrssicherheit der Räder. Foto: be

Lichtmuffel müssen absteigen

ca Lüneburg. Erst klärte die Polizei an Schulen auf, dann kam sie zur Kontrolle. Ergebnis: Von 108 überprüften Rädern stellten die Beamten Dienstagmorgen, 10. Dezember, am Schulzentrum Oedeme bei 39 Exemplaren Mängel fest. „Die Eltern der betroffenen Schüler erhalten jetzt sogenannte Mängelmeldungen. Die Beanstandungen müssen behoben werden“, sagt Polizeisprecher Kai Richter. Wessen Drahtesel allerdings in Ordnung war, bekam als Belohnung Süßigkeiten von der Verkehrswacht. Die Polizei kündigt für die nächsten Tage weitere Kontrollen vor allem im Stadtgebiet und am Bahnhof an. Federführend sind dabei die Kontaktbeamten und ihre Kollegen von der Bereitschaftspolizei.

Die Polizei moniert seit Jahren die immer gleichen Verstöße, insofern scheint noch viel Aufklärungsarbeit nötig: Viele Radler huschen ohne Licht wie Schatten durch die Dämmerung, eine Vielzahl strampelt auf der falschen Fahrbahnseite, dazu kommen Mängel an Bremsen und Reflektoren. Während mancher Radler das alles für kaum erwähnenswert hält, verweist die Polizei auf ihre Unfallstatistik. So kam es im Jahr 2012 in Stadt und Landkreis Lüneburg zu 277 Fahrradunfällen, 22 Menschen wurden dabei schwer, 187 leicht verletzt.

Einen aktuellen Fall notiert der Polizeibericht vom Montagabend. An der Reichenbachstraße hat eine 51-Jährige beim Abbiegen mit ihrem Wagen einen 26-Jährigen übersehen, der mit seinem Rad auf der falschen Seite und ohne Licht fuhr. Der junge Mann wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt, Sachschaden: 2500 Euro.

Überdies geht es bei den Kontrollen auch um den grassierenden Fahrradklau: Die Polizisten überprüfen dabei gleich die Rahmennummern der Räder, um zu schauen, ob auch der rechtmäßige Besitzer im Sattel sitzt.