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Die gelbe Fläche zeigt die groben Umrisse des Baufeldes, auf dem der Erweiterungsbau des Klinikums entstehen soll. Einziehen sollen in den Komplex unter anderem eine neue Intensivstation, eine zentrale Notaufnahme und eine sogenannte IMC-Station. Montage: jj
Die gelbe Fläche zeigt die groben Umrisse des Baufeldes, auf dem der Erweiterungsbau des Klinikums entstehen soll. Einziehen sollen in den Komplex unter anderem eine neue Intensivstation, eine zentrale Notaufnahme und eine sogenannte IMC-Station. Montage: jj

Klinik-Ausbau ist gesichert

as Lüneburg. Eine großartige Nachricht hat das Lüneburger Klinikum jetzt aus dem niedersächsischen Sozialministerium erhalten: Das Land wird den geplanten Erweiterungsbau, der mit rund 39 Millionen Euro kalkuliert ist, mit insgesamt 32,7 Millionen Euro fördern. „Die Fördersumme in dieser Höhe verschafft uns Planungssicherheit, und wir können jetzt mit den nächsten Schritten für den Erweiterungsbau beginnen“, freuen sich Klinikum-Geschäftsführer Dr. Michael Moormann, Aufsichtsratschef Andreas Jörß und der Ärztliche Direktor Dr. Jörg Cramer. Gleichzeitig sei die Höhe der Förderquote auch Ausdruck der Anerkennung, „dass das von uns vorgelegte Konzept für die Erweiterung die Zukunftsfähigkeit des Klinikums auf lange Zeit sichert“, so Dr. Moormann.

Die Planung für den Erweiterungsbau läuft bereits seit drei Jahren (LZ berichtete). Notwendig wird er aufgrund der rapide steigenden Patientenzahl. Entstehen sollen eine neue Intensivstation, eine zentrale Notaufnahme sowie eine IMC-Station. Intermediate Care, zu deutsch Zwischenpflege, ist das Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalpflege. Die IMC ist für Patienten konzipiert, deren Erkrankung einen hohen Überwachungs- und Betreuungsaufwand verursacht, die im eigentlichen Sinn aber nicht intensivpflichtig sind. Derzeit sind die Intensivstationen noch im ältesten Gebäudeteil des Klinikums auf zwei Etagen untergebracht.

Für das Projekt war vor zwei Jahren ein Architektenwettbewerb ausgelobt worden, es zog der Entwurf des Büros sander.hofrichter architekten. Dieser sei dann in enger Absprache mit dem Sozialministerium, Architekten, Ärzten und Pflegekräften diskutiert und optimiert worden, erläutert Dr. Moormann. Danach entstand diese bauliche Lösung: An der Bögelstraße, leicht versetzt vor dem Blauen Planeten, entsteht als flacher Bau die Krankenwagenvorfahrt mittels Rampe. Im angrenzenden Gebäudekomplex befinden sich im Parterre die interdisziplinäre Notaufnahme sowie die Aufnahme-Sprechstunde und Untersuchungszimmer, in der ersten Etage Intensivstation und IMC. Im Untergeschoss soll die Radiologie zentriert werden, die derzeit noch an drei Standorten ist.

Der Ärztliche Direktor Dr. Cramer unterstrich gestern: „Mit der neuen Intensivstation und der IMC-Station werden wir in Zukunft ganz andere Möglichkeiten haben, Schwerstverletzte und Patienten nach großen Operationen optimal zu versorgen.“

Auch Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge freut sich über die Nachricht aus Hannover: „Die Landesregierung erkennt die besondere Rolle des Klinikums für die Gesundheitsförderung in Nord-Ost-Niedersachsen an und schafft mit der Förderung eine entscheidende Grundlage für die Zukunftsfähigkeit des Hauses.“

Zu den nächsten Aufgaben des Klinikums zählen nun der Bauantrag und das Freimachen des Baufeldes links neben dem sogenannten Blauen Planeten. Außerdem muss die Finanzierung von weiteren sechs bis acht Millionen Euro geklärt werden, die für die Gesamtinvestition des Erweiterungsbaus notwendig sind. „Dazu wird das Klinikum mit der Gesundheitsholding und der Hansestadt Kontakt zu möglichen Kredtigebern aufnehmen“, kündigt Moormann an.