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Thomas Kerk nimmt Ulrike Ladwig-Reymann (l.) und Lore Reymann samt Weihnachtsmann vor die Linse. Foto: be
Thomas Kerk nimmt Ulrike Ladwig-Reymann (l.) und Lore Reymann samt Weihnachtsmann vor die Linse. Foto: be

Lüneburg verkauft sich gut

rast Lüneburg. „Wir stehen nicht auf die Kommerztempel, kaufen unsere Geschenke lieber in einer ruhigeren Atmosphäre ein und bummeln hier noch über den sympathischen Weihnachtsmarkt.“ Sebastian Hülsemeyer aus Winsen hatte sich Sonnabend mit Ehefrau Sandra und Sohn Mika (5) zum Shoppen aufgemacht in die Weihnachtsstadt Lüneburg – und die verkaufte sich sehr gut. Der dritte Adventssonnabend war der bislang umsatzstärkste für den Lüneburger Handel.

„Die Vielfalt in Lüneburg zahlt sich aus“, bilanziert Heiko Meyer, Vorsitzender des Lüneburg City Management (LCM): „Die Besucher sind auch in die kleineren Läden gegangen. Die Einkäufe liefen ganz entspannt ab, die Mitarbeiter gaben alles, blieben dabei immer freundlich. Eine solche Atmosphäre hat uns im ,4. Kundenspiegel‘ auch weiter nach vorne gebracht.“ Für sich selbst wünscht Meyer sich zu Weihnachten nichts Materielles: „Für meine Familie, mich und alle anderen wünsche ich mir Gesundheit, und für Lüneburg, dass alles so gut läuft wie bisher.“

Weihnachtseinkäufe  in  der Innenstadt
Da hat auch der Papa Spaß: Sebastian Hülsemeyer lässt mit Sohn Mika (5) die Rennautos über die Carrera-Bahn sausen. Foto: be

Wunschlos glücklich scheint auch Karina Junker aus Bleckede zu sein: „Ich selbst brauche nichts.“ Mit Tochter Annabell (8) erledigte sie Sonnabend die letzten Weihnachtseinkäufe. Ihr Geschenk durfte sich Annabell selbst aussuchen – eine „Flying Fairy“, die bei den Mädchen in diesem Jahr ganz oben auf der Wunschliste steht. Es ist eine Puppe, die dank Rotorblättern fliegen kann. Und sie ist ein Beispiel dafür, dass im Internet nicht alles günstiger zu haben ist: Im Lüneburger Handel gibt es sie für 39,99 Euro, bei einem Internetanbieter kostet sie das Doppelte.

Spielzeug war der Verkaufshit am Sonnabend. Und dabei zeigte sich bei manchem Vater auch das Kind im Manne: Sebastian Hülsemeyer testete mit Sohn Mika mit wachsender Begeisterung eine Carrera-Bahn für 199 Euro, die bei Karstadt zu den Verkaufsschlagern gehört. Verkäufer Jürgen Soerensen erkennt beim Spielzeug einen Trend: „Gesellschaftsspiele sind wieder im Kommen, beispielsweise Monopoly Imperium, Scrabble und Mensch-ärgere-Dich-nicht.“

Familie Gautier aus Barendorf hatte eigentlich schon alle Geschenke beisammen. Doch Töchterchen Lina-Marie (6) wollte noch mal in die Stadt: „Karussellfahren auf dem Weihnachtsmarkt.“ Und vielleicht auch gucken, ob noch was für sie abfällt – prompt verliebte sie sich in einen Kuschelhund für 49,99 Euro. Auf „normaler“ Shopping-Tour war Anne-Katrin Pust: „Ich hoffe, dass ich alle Weihnachtseinkäufe schon erledigt habe.“ Was sie sich selbst wünscht? „Schöne Zeiten mit meinen Freunden und meiner Familie.“

Weihnachtseinkäufe  in  der Innenstadt
Die sechsjärhige Lina-Marie liebt Kuscheltiere. Foto: be

Ulrike Ladwig-Reymann und Tochter Lore Reymann aus Ochtmissen stöberten in den Boutiquen. Auch ihnen sind Friede und Gesundheit wichtiger als teure Geschenke, das schönste Geschenk haben beide laut Ulrike Ladwig-Reymann schon längst bekommen: „Wir haben zwei tolle Männer.“

Karstadt-Chef Horst Bergmann zieht für sein Haus folgende Bilanz: „Am Sonnabend zuvor waren noch die Auswirkungen vom Sturm und dem Feuer am Stint zu spüren, jetzt aber hatten wir den umsatzstärksten Sonnabend im Weihnachtsgeschäft und erreichen wohl den Umsatz des dritten Sonnabends 2012 – und das, obwohl wird unsere Media-Abteilung geschlossen haben.“ Es sei vor allem ein „Spielwarentag“ gewesen: „Aber auch Sportsachen, Uhren, Schmuck und der Beauty-Bereich liefen sehr gut. Daneben spielten auch Süßwaren eine dicke Rolle.“

Für den Handel liegt das Weihnachtsfest ideal, Bergmann: „Alle vier Samstage liegen in einem Monat – und am Montag, 23. Dezember, wird sich noch einiges abspielen.“ Und wer dann immer noch keine Geschenke hat, für den öffnen die meisten Lüneburger Geschäfte auch Heiligabend noch bis um 13 Uhr, einige sogar bis 14 Uhr.