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Mit Initiatorin Bettina Grawe (4. v. l.) freuen sich Helfer und Unterstützer über einen neuen Rekord bei der Aktion Wünscheweihnachtsbaum (v. l.): Christian Grawe, Annette Brand, Godeke Klinge, Ulrich Jäger, Hartmut Jäger, Kirsten Köhler, Sabine Dupont, Jessica Dieber, Anne Müller und Tanya Ritzer. Foto: be
Mit Initiatorin Bettina Grawe (4. v. l.) freuen sich Helfer und Unterstützer über einen neuen Rekord bei der Aktion Wünscheweihnachtsbaum (v. l.): Christian Grawe, Annette Brand, Godeke Klinge, Ulrich Jäger, Hartmut Jäger, Kirsten Köhler, Sabine Dupont, Jessica Dieber, Anne Müller und Tanya Ritzer. Foto: be

500 Paar leuchtende Augen

pet Lüneburg. Bettina Grawe, Leiterin des Jugendrotkreuzes im Landkreis, konnte es selbst kaum glauben: Fast 500 Päckchen sind in diesem Jahr bei der vom Jugendrotkreuz im Landkreis organisierten Aktion „Wünscheweihnachtsbaum“ zusammengekommen – ein neuer Rekord. 2012 waren es 400 Geschenkpakete gewesen, im Jahr davor 306. Die Päckchen werden von Mitarbeitern der Jugendämter und Sozialräume beim DRK abgeholt, dann an Kinder weitergeleitet, deren Eltern sich solche Geschenke wegen finanzieller Not nicht leisten können.

Es war die neunte Auflage der Aktion – Bettina Grawe erinnert sich an die Premiere: „Damals konnten 50 Geschenkpakete an Kinder verteilt werden.“ Das Konzept der Aktion „Wünscheweihnachtsbaum“: Mitarbeiter der Jugendämter und Sozialräume in Stadt und Landkreis wählen Mädchen und Jungen aus bedürftigen Familien aus. Die Kinder und Jugendlichen schreiben einen Wunschzettel, die Zettel liegen dann an verschiedenen Punkten im Landkreis aus.

Viele Menschen in der Region hatten schon Wochen vorher auf die Wunschzettel gewartet – die gab es zum Beispiel in den beiden Friseursalons von „Olaf Köhler Hairstylist“ in Deutsch Evern und Lüneburg, die schon zum fünften Mal mit von der Partie waren. „Unsere Kunden kennen das Verfahren schon, die Wunschzettel waren schnell weg“, erzählt Kirsten Köhler. Mehr als 60 Pakete kamen bei Köhler zusammen.

Schon Tradition ist die Teilnahme am „Wünscheweihnachtsbaum“ auch bei Ulrich Jäger in dessen „Pressefachgeschäft – Tabak – Lotto“ im Kaufland (Am Alten Eisenwerk), der das dritte Mal mitgemacht hat – 25 Pakete kamen bei ihm zusammen. Zum zweiten Mal war die Belegschaft der Avacon AG am Standort Lüneburg dabei, für die Hartmut Jäger 22 Pakete mitbrachte. „Wir sind sicher beim nächsten Mal auch dabei“, erklärte er.

Einen Betrag von 1000 Euro steuerte der „Lillebrorfonds“ der Firma Deerberg Versand bei, für den Sabine Dupont zur Übergabe gekommen war – die Geschenkpäckchen stellten dann Bettina Grawe und ihre Jugendrotkreuzler selbst zusammen. Pro Mitglied ein Paket steuerte der Lions Club Lüneburg-Ilmenau bei – so kamen 30 Päckchen zusammen. Und als Bettina Grawe am Ende noch Wunschzettel für 300 Euro offen hatte, rief Annette Brand von der Arbeitsgemeinschaft Mittelvergabe kurzerhand Lions-Club-Präsident Klaus Petrasek an – und der gab das Okay, auch diese letzte Lücke noch zu schließen.

In 500 Fällen in Stadt und Kreis können Mitarbeiter der Jugendämter und Sozialräume nun für strahlende Kinderaugen sorgen. Bei einem dreijährigen Jungen etwa („Ich wünsche mir ein Bobbycar“), der Sechsjährigen, die schrieb: „Ich wünsche mir zu Weihnachten einen Riesen-Kuschelbären“ oder den Eltern des sieben Monate alten Babys, das „dringend Anziehsachen“ braucht.