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Der Nikolaus kam gestern mit einiger Verspätung in seiner Kirche im Wasserviertel an. Mit seinen jungen Begleitern hatte er auch Gaben mitgebracht, die nun den Weihnachtsbaum in St. Nicolai schmücken. Foto: t & w
Der Nikolaus kam gestern mit einiger Verspätung in seiner Kirche im Wasserviertel an. Mit seinen jungen Begleitern hatte er auch Gaben mitgebracht, die nun den Weihnachtsbaum in St. Nicolai schmücken. Foto: t & w

Warum der Nikolaus später kam

Es war dieses Mal ganz schön anstrengend für den Nikolaus. Eigentlich hatte er ja bereits am Abend des 5. Dezembers im Wasserviertel ankommen wollen. So wie gewohnt, mit einem kleinen Boot einen Tag vor dem Nikolaustag. Doch der Orkan Xaver hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir waren schon auf dem Wasser, aber wir mussten einen schützenden Hafen anlaufen“, erzählte der alte Bischof gestern. Endlich, endlich hatte er sein Ziel erreicht und konnte mit seinen fünf jungen Begleitern am Gottesdienst in St. Nicolai teilnehmen. Die Gemeinde in der Schifferkirche und Pastor Eckhard Oldenburg freuten sich über den besonderen Besuch.

Nikolaus erzählte, wie er im Jahr 270 geboren wurde, wie die Christen verfolgt wurden, er trotzdem in den Dienst der Kirche trat und schließlich begann, Gutes zu tun. So half er drei Mädchen, deren Mutter gestorben und deren Vater arm war. Heimlich in der Nacht schenkte er den Töchtern Gold, sodass die genug für ihre Mitgift hatten und heiraten konnten.

Auch für die Gemeinde, die auf Weihnachten eingestimmt ist, hatte der weitgereiste Bischof Geschenke dabei: Goldene Kugeln schmücken nun den Tannenbaum. Der berühmte Gast und Pastor Oldenburg verabredeten sich übrigens für das kommende Jahr, dann wieder zur gewohnten Zeit – Ehrensache für Nikolaus. ca