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Kehrmaschine

Das große Reinemachen +++ Mit Video: Silvester in Lüneburg

ca Lüneburg. Die Feuerwerksbatterien leuchten zwar schön, aber sie machen danach eine Menge Arbeit – Kehrmaschinen können die verschmurgelten Pappklötze nicht vom Pflaster fegen. Auch Raketenstangen bereiten Ärger, denn sie könnten die Technik der Geräte zum Streiken bringen. Da ist Handarbeit gefordert. Und deshalb ist Vorarbeiter Urs-André Wedler von der städtischen Servicegesellschaft AGL Sonntagmorgen froh, dass er Unterstützung erhält: Elf Freiwillige der religiösen Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Bewegung packen mit an, um Markt und Fußgängerzonen zu reinigen.

„Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur böllern, sondern auch starke Hände haben und helfen können“, sagt Sohail Ahmad. „Wir sind Teil der Gesellschaft.“ Die jungen Männer der 1889 gegründeten Gemeinde haben erst gebetet, dann sind sie mit Tonnen und Harken zum Einsatz aufgebrochen.

Vorarbeiter Wedler und AGL-Chef Lars Strehse sind an Neujahr von sieben Uhr an mit sieben Kollegen auf Reinigungstour. Systematisch machen sie Markt, Sand, Teile der Sülzwiesen und Fußgängerzonen sauber – so gut es geht. Denn neben dem Raketengestänge machen den Maschinen auch die Drähte von Wunderkerzen zu schaffen. Am Ende werden wohl zwölf Kubikmeter gepresster Knallerspaß in den Apparaten und Mülltonnen liegen.

Die AGL spendiert für die Crew der Saubermänner eine Runde Berliner und später belegte Brötchen – das steigert die Motivation der Mannschaft.

In den kommenden Wochen nimmt sich die Stadtreinigung die anderen Straßen Lüneburgs vor. Das werde im üblichen Turnus erledigt, sagt Strehse. Allerdings benötigen die Mitarbeiter einen Verbündeten: das Wetter. Denn von minus vier Grad an können die Maschinen nicht eingesetzt werden.

Ein paar Stunden zuvor hießen die Lüneburger das neue Jahr 2014 willkommen. LZplay hat die Nachtschwärmer durch den Jahreswechsel begleitet: