Donnerstag , 29. September 2016
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Die Baumarktkette Bauhaus will den Lüneburger Max-Bahr-Markt Auf den Blöcken übernehmen. Die Übernahme muss jedoch erst vom Bundeskartellamt genehmigt werden. Foto: A/be
Die Baumarktkette Bauhaus will den Lüneburger Max-Bahr-Markt Auf den Blöcken übernehmen. Die Übernahme muss jedoch erst vom Bundeskartellamt genehmigt werden. Foto: A/be

Die letzten Tage der Max-Bahr-Märkte

rast Lüneburg. Die Tage des Max-Bahr-Marktes im Ilmenau-Center sind gezählt: „Er wird spätestens Ende Januar geschlossen“, sagt Harald Günter aus der Hamburger Zentrale der insolventen Baumarktkette. Ein genaues Datum allerdings könne er nicht nennen: „Der Ausverkauf läuft dort bereits seit Oktober. Die Frage ist, wie viel Ware es noch gibt. Wenn alles weg ist, schließen wir natürlich schon früher.“

Für die Nachnutzung gibt es bereits eine große Zahl an Bewerbern: „Fast sämtliche Mitstreiter haben ihr Interesse bekundet“, sagt Ken Kuhnke von der HIH Hamburgische Immobilien Handlung, die sich als Eigentümervertreterin um die Vermietung kümmert: „Wir stehen vor der Finalisierung des Mietvertrages, die sprichwörtliche Tinte ist aber noch nicht trocken.“ Er verspricht: „Es wird eine gute Nachnutzung geben, die wird schon in wenigen Wochen perfekt gemacht.“ Einen Namen nennt Kuhnke nicht, aber natürlich werde es ein Baumarkt werden, das sehe schon der Bebauungsplan vor.

Am 26. Juli 2013 hatte die Geschäftsführung von Max Bahr Insolvenzantrag für die Kette mit 78 Märkten und etwa 3600 Beschäftigten gestellt – auch für den Lüneburger Markt Auf den Blöcken. Die Bahr-Geschäftsführung hatte parallel Insolvenzantrag für die Baumarkt MB Vertriebs GmbH gestellt. In dieser Gesellschaft sind die 54 Filialen mit 2800 Beschäftigten eingegliedert, die seit September 2012 von der Tochter Praktiker auf Max-Bahr-Baumärkte umgeflaggt wurden. Erster dieser umbeflaggten Märkte war das Lüneburger Haus im Ilmenau-Center, in dem einst rund 50 Festangestellte und Aushilfskräfte arbeiteten. Laut Harald Günter schließen die meisten dieser Häuser ebenfalls im Januar.

Zum Bahr-Markt Auf den Blöcken sagt Harald Günter: „Unsere Marschroute sieht hier die Schließung für Ende Februar vor.“ Dieser Markt gehört zu dem Paket von mehr als 20 Häusern, die die Bauhaus-Gruppe betreiben will. Die Gruppe hatte die Übernahme Ende November mitgeteilt und verlauten lassen, dass den Beschäftigten Arbeitsverträge angeboten werden sollen zu „mindestens den gleichen Bedingungen“, zu denen die Mitarbeiter aktuell aktiv sind. Ob und wenn ja wann Bauhaus am Bilmer Berg eröffnet, ist noch unklar – das Bundeskartellamt hat die Übernahme noch nicht genehmigt. Ein Sprecher des Kartellamts sagte zur LZ: „Die Anmeldungen von Bauhaus für die einzelnen Regionen in Deutschland, auch für die Übernahme des Lüneburger Marktes, werden in Kürze erwartet.“

One comment

  1. warum sagt man den Mitarbeitern des Max Bahr nicht was los ist, das Sie sich dort bewerben Können oder was auch immer . Dies ist in meinen Augen eine Große S……. das die Mitarbeiter kein bescheid des Insolvenz Verwalter bekommen . DER HAT SEINEN BERUF VERFEHLT bzw. SEINE TASCHEN JA SOWIESO VOLL GESTECKT