Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Neele aus Wendisch Evern legt sich beim 24-Stunden-Schwimmen im Lüneburger Sportbad ins Zeug. Siw ear eine der 816 Teilnehmer des Schwimmens zu Gunsten des Guten Nachbarn. Nele (10) erschwamm 16 Kilometer für die Gesamtbilanz. Foto: t&w
Neele aus Wendisch Evern legt sich beim 24-Stunden-Schwimmen im Lüneburger Sportbad ins Zeug. Siw ear eine der 816 Teilnehmer des Schwimmens zu Gunsten des Guten Nachbarn. Nele (10) erschwamm 16 Kilometer für die Gesamtbilanz. Foto: t&w

„Marathon und mehr“ geschafft

dth Lüneburg. Die Freude über die eigene Leistung überstrahlte schließlich die Erschöpfung nach dem Dauerschwimmen über 24 Stunden. Die Adendorfer Dominik (14) und sein Vater Oliver Fraas (37) haben ihr persönliches Projekt „Marathon und mehr“ erfolgreich umgesetzt.

Im Rahmen der siebten Auflage des 24-Stunden-Schwimmens, ausgerichtet von der „Salztherme Lüneburg“, zugunsten des „Guten Nachbarn“, der Hilfsaktion von Wohlfahrtsverbänden und Landeszeitung, die unverschuldet in Not geratenen Mitbürgern unter die Arme greift. Insgesamt sprangen 816 Teilnehmer für den guten Zweck in die Fluten des Lüneburger Sportbades, somit 135 mehr als im Vorjahr. Gemeinsam erschwammen sie sich von Sonnabend, 10 Uhr, bis Sonntag, 10 Uhr, für Sponsorengelder eine Gesamtstrecke von 2046 Kilometern und 50 Metern.

„Das ist eine unglaubliche Zahl“, freute sich Berthold Schweers, der aktuelle Vorsitzende des Guten Nachbarn und Geschäftsführer der Caritas. „Da wird man bescheiden und dankbar, hier soviele Schwimmer zu sehen, die sich über 24 Stunden lang für den guten Zweck einsetzen und sich solidarisch zeigen. Allen Teilnehmern gebührt unser herzlicher Dank.“

Claudia Bitti vom „Salü“ ergänzte: „Vor allem viele Kinder zeigen sich glücklich, dass sie auf diesem Wege auch etwas beitragen können.“

So beispielsweise Neele Wiesmann (10) aus Wendisch Evern, die als eine der ersten beim Startschuss der Aktion ins Wasser sprang, um ihre Bahnen zu ziehen. Schließlich hielt die Zehnjährige glücklich eine Urkunde in Händen: Stolze 16 Kilometer hat sie zum Ergebnis beigetragen. Oder Ella (5) aus Lüneburg: Unter Begleitung von Schwester Amelie und Mutter Tanja Laurer nutzte die Fünfjährige die Zeit bis zur letzten Minute, um für sich eine Distanz von 200 Metern zu erschwimmen.

War bei der Aktion im vergangenen Jahr die Lüneburger Triathletin Esther Böhnig mit 42,2 Kilometern noch allen anderen davon geschwommen, konnte sie diesmal die anderen Teilnehmer nur vom Beckenrand aus anfeuern. Bei einem Rollerunfall am Vortag hatte sie sich Stauchungen und Prellungen zugezogen. Auf eine Krücke gestützt hielt sie vor dem Startschuss auf das Vater-Sohn-Gespann aus Adendorf zu und wünschte Oliver und Dominik Fraas „alles Gute und Gottes Segen“, damit sie ihr gestecktes Ziel erreichen.

Hat funktioniert: Das Gespann, das sonst für den TSV Adendorf beziehungsweise VfL Lüneburg schwimmt, übererfüllte sogar die Zielmarke mit jeweils 42,45 Kilometern. Vater und Sohn teilten sich damit den ersten Platz in der Wertung.

Auf den zweiten Platz schwamm der Lüneburger Ben Strätz (22,8 Kilometer) und den dritten Platz beim Dauerschwimmen holte sich Jaqueline Bungert mit 21,1 Kilometern.