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Der Paulaner-Keller war einst im Eckhaus Schröderstraße/Apothekenstraße untergebracht. Nun will Huw Hamilton, Wirt des am Stint abgebrannten Irish Pub, mit einem neuen Lokal in die Räume einziehen. Foto: ca
Der Paulaner-Keller war einst im Eckhaus Schröderstraße/Apothekenstraße untergebracht. Nun will Huw Hamilton, Wirt des am Stint abgebrannten Irish Pub, mit einem neuen Lokal in die Räume einziehen. Foto: ca

Neue Heimat für den Irish Pub

ca Lüneburg. Der Irish Pub hat eine Zukunft an neuer Stelle: Wirt Huw Hamilton will in den ehemaligen Paulaner-Keller an der Ecke Schröderstraße/Apothekenstraße ziehen, also in das Gebäude, in dem auch das Scala-Kino zu Hause ist. Der Kneipier verhandelt mit der Sparkasse Lüneburg, der das alte Patrizierhaus gehört. Deren Sprecher Frank Elsner sagt: ,,Die Verhandlungen laufen sehr konstruktiv. Wir würden uns freuen, wenn es klappt.“ Hamilton rechnet damit, dass er rund zwei Monate benötigt, das ehemalige Lokal für seine Zwecke umzubauen.

Er gehört zu den Opfern des Brandes im ehemaligen Lösecke-Haus am Stintmarkt. Der Wirt hatte bei dem Feuer Anfang Dezember sein Lokal, aber auch seine Wohnung verloren. Seitdem ist er auf der Suche nach einer neuen wirtschaftlichen Perspektive. Der seit Jahren leerstehende Paulaner-Keller hat den Vorteil, dass er bereits gastronomisch genutzt wurde und daher beispielsweise Vorgaben für Toiletten und Lärmschutz erfüllen dürfte. Daher geht Hamilton auch davon aus, dass er Umbauten recht schnell erledigen kann. Natürlich will der Wirt, der selbst Musiker ist, auch wieder Bands in sein Lokal holen.

Noch immer ist derweil unklar, wer das Feuer gelegt hat. Der Polizei fehlt auch sieben Wochen nach der Tat der entscheidende Hinweis auf den oder die Täter. Die gut 20-köpfige Sonderkommission arbeite diverse Spuren ab, auch um zu ermitteln, wer sich in der Brandnacht nahe dem Gebäude aufgehalten hat. Unter anderem haben die Beamten Tankstellen abgeklappert, um zu prüfen, ob eventuell jemand mehrere Kanister mit Benzin befüllt hat denn das Feuer, das im italienischen Lokal Trattoria ausgebrochen war, soll mit Brandbeschleunigern verursacht worden sein. Offenbar haben die Ermittler aber noch niemanden ausfindig gemacht, dem der verheerende Großbrand, der einen Schaden von rund 3,5 Millionen Euro verursacht hat, nutzte. Bislang seien nur Zeugen und keine Beschuldigten vernommen worden, heißt es.

Der Tatvorwurf lautet auf elffachen versuchten Totschlag, so viele Bewohner waren in der Tatnacht im Haus, und schwere Brandstiftung. Stadt, Polizei und Versicherung haben in dem Fall eine Belohnung von 20 000 Euro ausgelobt.