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Sie sind kleiner als die üblichen Busse im Linienverkehr und werden oft von Ehrenamtlichen gefahren: Bürgerbusse werden nun auch für Lüneburg ein Thema. Foto: nh
Sie sind kleiner als die üblichen Busse im Linienverkehr und werden oft von Ehrenamtlichen gefahren: Bürgerbusse werden nun auch für Lüneburg ein Thema. Foto: nh

Bürgerbus auch in Lüneburg?

ahe Lüneburg. Gut heißt nicht, dass es nicht vielleicht auch noch besser ginge. SPD und Grüne sind der Meinung, dass der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Lüneburg qualitativ gut ist. Hinsichtlich der Frequenz, in der Busse fahren, und dem Zustand der Haltestellen habe sich gerade in den vergangenen Jahren einiges getan. Allerdings sieht Rot-Grün noch weiteres Verbesserungspotenzial. Deshalb stellt die Mehrheitsgruppe einen Antrag zum Thema für die nächste Ratssitzung. Darin regt sie unter anderem die Einrichtung eines Bürgerbussystems an.

Wer in Wilschenbruch wohnt oder in Althagen, braucht einen eigenen fahrbahren Untersatz, wenn er mal eben schnell in die Stadt möchte. Busse der KVG fahren nicht durch die Stadtteile, Auto, Fahrrad und Roller heißen die Alternativen. Mangels Masse lohne sich eine Anbindung der Viertel nicht, argumentierten Stadt und KVG stets. Ein Bürgerbus könnte diese Lücke schließen, glauben SPD und Grüne. „Es werden zunehmend Fragen von Bewohnern nach Mobilitätsverbesserungen in den Lüneburger Stadtteilen an uns herangetragen“, begründen die beiden Fraktionsvorsitzenden Heiko Dörbaum (SPD) und Andreas Meihsies (Grüne) ihren Antrag.

Als Vorbild nennen beide das Modell, das jüngst in Amelinghausen eingerichtet wurde. Dort fahren Bürgerarbeiter und Ehrenamtliche mit einem Kleinbus durch die Samtgemeinde.

Gleichzeitig regt die Mehrheitsgruppe an, dass die Stadtverwaltung prüfen sollte, ob es die Möglichkeit für vergünstigte Tickets in den Stadtteilen der Randgebiete gibt, und zwar für kurze Fahrten zum nächstgelegenen Einkaufszentrum oder zum Arzt. Ebenso möge die Verwaltung prüfen, ob im regulären Stadtbusverkehr für bestimmte Personenkreise eine Fahrpreisermäßigung in Betracht kommen könnte, zum Beispiel für Bürger, die wegen ihrer geringen finanziellen Mittel auf Unterstützung des Staates in Form von Grundsicherung angewiesen sind, oder Rentner mit Seniorenpass.

Der Rat tagt am Donnerstag, 6. Februar, ab 17 Uhr im Huldigungssaal des Rathauses. Dann geht es unter anderem auch um die Situation der Mieter Am Weißen Turm und Möglichkeiten zur Verbesserung, ein Tempolimit auf der Ostumgehung und die Personalsituation im Bauamt des Stadt.