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Anstoß auf dem Gelände der Theodor-Körner-Kaserne? Wenn es nach dem Willen des Stadtrats geht, könnte der LSK Hansa dort eine Heimat finden. Foto: A
Anstoß auf dem Gelände der Theodor-Körner-Kaserne? Wenn es nach dem Willen des Stadtrats geht, könnte der LSK Hansa dort eine Heimat finden. Foto: A

Ein Signal für den LSK Hansa

as Lüneburg. Es ist eine Perspektive, die der Rat der Stadt gestern Abend dem LSK Hansa eröffnete: Die Stadt will sich für die Freigabe erster Teilflächen der Theodor-Körner-Kaserne (TKK) einsetzen, damit der Fußballclub, aber auch andere Vereine dort vorhandene Sportanlagen nutzen können. Der Rat votierte einstimmig für einen Änderungsantrag der rot-grünen Mehrheitsgruppe, der sich außerdem für eine gewerbliche Nutzung möglicher Flächen im östlichen Bereich der TKK aussprach. Oberbürgermeister Ulrich Mädge sprach aber auch klare Worte: „Ich bin für eine Perspektive, aber mit realistischem Zeitplan.“ Eine Sportarena, wie von der CDU ins Spiel gebracht, werde es jedoch nicht geben. Und Mädge machte auch deutlich: Der LSK werde sich an den laufenden Kosten beteiligen müssen.

Mit einer Resolution hatte die Linke das Thema noch einmal ins Spiel gebracht. Darin forderte sie den Bund auf, freiwerdende TKK-Flächen der Stadt günstig zu verpachten und mittelfristig dieser zum Zwecke der Sportförderung zu überlassen. Damit der LSK eine wirkliche Zukunft habe, müsse er dort angesiedelt werden, machte Rainer Petroll noch einmal deutlich. Heimspiele auf dem Sportplatz in Bardowick, wenn der LSK Hansa Ende März Wilschenbruch verlassen muss, würden weniger Einnahmen und mehr Ausgaben bedeuten. „Das überlebt der Verein nicht“, so Petroll, der zufrieden feststellte, dass die Linke hier einen „Denkanstoß“ gegeben habe.

Denn die rot-grüne Mehrheitsgruppe war postwendend auf das Thema mit einem Änderungsantrag eingestiegen. SPD-Chef Heiko Dörbaum konterte Petrolls Vorwurf, dass die Stadt „anscheinend kein Interesse am LSK“ habe. „Es liegt uns durchaus am Herzen, dass der LSK weiterspielen kann.“ Auf dem Gelände der TKK seien Sportanlagen vorhanden, die in Betracht kämen. Allerdings stellte Dörbaum klar, dass Sportplätze und Hallenkapazitäten auch von anderen Lüneburger Vereinen genutzt werden sollten. Fakt sei aber, dass mögliche Teilflächen im Rahmen der Bundeswehrreform frühestens 2016 freiwerden würden. Der Oberbürgermeister habe bereits Gespräche in Berlin geführt und solle dies auch weiter tun. Die Stadt brauche zudem zusätzliche Gewerbeflächen, dafür kämen Flächen im östlichen Bereich der TKK in Betracht. Dörbaum betonte darüber hinaus: „Wir stehen zur Bundeswehr, sie soll in Lüneburg bleiben.“

CDU-Chef Eckhard Pols brachte der rot-grüne Änderungsantrag „zum Schmunzeln“. Seine Fraktion habe sich schon vor zwei Jahren dafür ausgesprochen, eine „Sportarena“ auf dem TKK-Gelände anzusiedeln, die für Sport- und Kulturveranstaltungen genutzt werden könnte. Investoren könnten dafür ins Boot geholt werden. Damals sei der CDU-Vorschlag abgeschmettert worden. „Wir haben zwei Jahre verschenkt, sind aber eigentlich gar nicht so weit auseinander.“ Auch Fraktionskollege Dr. Gerhard Scharf sah in dem Änderungsantrag den richtigen Einstieg. Mädge zeigte allerdings der Idee Stadion die rote Karte: viel zu teuer. Ziel sei es, zwei Plätze zu schaffen für alle Lüneburger Vereine und eventuell eine vorhandene Halle nachzunutzen. „In bin bereit, realistische Gespräche zu führen.“

Piraten-Chef Torbjörn Bartels konnte sich für den Änderungsantrag erwärmen. Linkenchef MichÉl Pauly hielt seiner Fraktion zu Gute, dass die Resolution Druck gemacht habe. 2016 sei eine gute Perspektive. Eine Mischnutzung Sportfläche/Gewerbefläche wie im Änderungsantrag formuliert, finde er gut. „Das wichtigste ist aber, dass der LSK Hansa wieder eine Heimat bekommt.“

One comment

  1. Mädge und Meihsies sollen mal lieber ihre Fehler korrigieren und die Zerstörung des Sportgeländes im ehemaligen Naturschutzgebiet Wilschenbruch stoppen. Die Stadtverwaltung ist der Taktgeber das hat auch der Insolvenzverwalter des alten LSK v. 1901 bestätigt. Wenn jetzt mit großem finanziellen Aufwand 2018 aufwärts ein Sportpark in der Kaserne entstehen soll, dann stellt sich doch die Frage warum Mädge und Meihsies die Verwertung der Sportanlagen im Wilschenbruch nicht erst ab 2018 zulassen. Entweder sind das noch größere Dilletanten als man jetzt schon immer annehmen musste oder die wollen tatsächlich einen Sportverein mit exzellenter Jugendarbeit gegen die Wand fahren lassen. Mei Vorschlag wäre, den Wilschenbruch als Sportanlagen erhalten und in der Kaserne sollte ab 2018 für den Stadt-und Landkreissport eine anständige Turnhalle, wo z.B. auch die Volleyballer Bundesliga spielen können und meinetwegen für die Region ein Kunstrasenplatz entstehen.