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Was wird aus dem ehemaligen Sperli-Gelände? Damit beschäftigt sich der Ortsrat Ochtmissen bei seiner Sitzung am Donnerstag. Ein Unternehmen will dort Büros nutzen. Zudem sind Wohnungen geplant. Foto: A/t&w
Was wird aus dem ehemaligen Sperli-Gelände? Damit beschäftigt sich der Ortsrat Ochtmissen bei seiner Sitzung am Donnerstag. Ein Unternehmen will dort Büros nutzen. Zudem sind Wohnungen geplant. Foto: A/t&w

Neue Nachbarn in Ochtmissen

ca Lüneburg. Schon auf dem Ochtmisser Neujahrsempfang hatte Oberbürgermeister Ulrich Mädge angekündigt, dass die Ortschaft wie auch andere Stadtteile Lüneburgs Asylbewerber und Flüchtlinge aufnehmen muss. Wie weit die Überlegungen gediehen sind, darüber können sich Bürger bei der nächsten Sitzung des Ortsrates am Donnerstag, 13. Februar, informieren. Ortsbürgermeister Jens-Peter Schulz stellt zur Unterkunft klar: „Es geht nicht mehr um das Ob, sondern nur um das Wie.“ 60 bis 80 Personen sollen in Ochtmissen eine Bleibe finden. „Und zwar nicht irgendwo am Waldrand, sondern mitten im Dorf“, betont Schultz. Zu Details will er keine Stellung nehmen.

Desweiteren geht es um Planungen der Sparkasse, die manchen ärgern dürften. Die hatte ihre Filiale am Edgar-Schaub-Platz schon vor Jahren geschlossen, aber weiter einen Geldautomaten betrieben. Doch nun soll auch der verschwinden. Schultz kann das aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehen: „So wie ich werden es die meisten machen, wenn man einkauft, zieht man dort an einem Terminal Geld.“ Trotzdem möchte er den Service für die Bürger retten. Eine Idee: Der Automat könnte auf dem Gelände der Loewe-Stiftung stehen. Das wäre auch praktisch für die Bewohner der Einrichtung. Der Ortschef: „Von denen kommt nicht jeder in die Stadt, manche leben überwiegend in Ochtmissen.“

Das alte Sparkassen-Gebäude spielt eine weitere Rolle. Dr. Klaus Bergmann, der dort mit einem Partner die Internet-Plattform Esyoil betreibt, quasi ein virtueller Marktplatz für Heizöl, auf dem Händler und Kunden zueinander finden, will auf das ehemalige Sperli-Gelände ziehen. Das Unternehmen, das auch Füllstandsanzeiger produziert, beschäftigt rund 20 Mitarbeiter, unter anderem in Teilzeit. Bergmann berichtet, dass die Firma wachse und mehr Platz brauche. Gefunden hat sie ihn erst einmal im alten Sperli-Verwaltungsbau.

Bei der Sitzung gibt die Verwaltung einen Sachstandsbericht über weitere Veränderungen auf dem Gelände am Wilhelm-Hänel-Weg. Bekanntlich sollen rund 60 Wohneinheiten entstehen. In diesem Zusammenhang geht es auch darum, die Kreuzung zur Hamburger Straße mit einer Ampel auszustatten. Denn wer aus Ochtmissen in Richtung Bardowick abbiegen möchte, muss oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen – endloser Verkehr. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Sportpark, Ochtmisser Straße.

One comment

  1. Noch eine Ampel ?! Bitte nicht !!! Als Ex-Ochtmisser bin ich mir der Problematik vollkommen bewußt. Wird die Wartezeit dann wirklich kürzer ? Eine Ampel hat auch nicht nur Grün. Während der Rot-Phase muss man trotzdem warten. Ausserdem wird dann zusätzlich der Verkehrsfluß auf der Hamburger Strasse behindert. Wohin diese „Ampel-Flut“ (die in LG herrscht) führt, sieht man gut im Bereich Ilmenau-Centre/Am alten Eisenwerk. Oder „Amselbrücke“ Richtung stadtauswärts (Scharnhorststr., Vamos, Bockelsberg West). Mehr Ampeln fördern NICHT den Verkehrsfluß…. sondern behindern in zusätzlich !!!