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David Lausch (hinten) studiert Angewandte Informatik an der Ostfalia und hat mit anderen Studenten einen 3D-Drucker entwickelt. Den präsentierte er Tim, Nico und Manon (v.l.) am Stand der Hochschule, wo sich die Schüler auch über Studiengänge der Ostfalia informierten. Foto: t&w
David Lausch (hinten) studiert Angewandte Informatik an der Ostfalia und hat mit anderen Studenten einen 3D-Drucker entwickelt. Den präsentierte er Tim, Nico und Manon (v.l.) am Stand der Hochschule, wo sich die Schüler auch über Studiengänge der Ostfalia informierten. Foto: t&w

Tipps für den Traumjob +++ Mit LZplay-Video

as Lüneburg. Eigentlich ist der Sonnabend ja schulfrei, doch in der Wilhelm-Raabe-Schule war es proppenvoll. Schüler drängten sich durch die Gänge, wo 57 Firmen, Hochschulen und Institutionen sich an Ständen präsentierten und Einblicke in Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten sowie Studiengänge gaben. Die Lüneburger Berufs-Informations-Börse (BIB), die zum achten Mal von einem Team um Claudia Bitti organisiert worden war, nutzten Hunderte von Schülern ab der Klasse 9, um sich mit Blick auf einen künftigen Job zu orientieren.

Christine Hartmann, Rektorin der Wilhelm-Raabe-Schule, wies in ihrer Begrüßungsrede darauf hin, dass nicht jeder nach dem Abitur ein Studium in Betracht ziehe, sondern viele auch eine Ausbildung in einem Unternehmen erwögen. Die BIB biete da eine hervorragende Mischung mit einer Vielfalt von Angeboten an. Dass so viele Schüler „die Chance“ nutzten, sich zu informieren, lobte Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „Denn jeder kann sich vorstellen, dass einen der falsche Beruf das ganze Leben lang verfolgen, der richtige dagegen Erfüllung schenken kann. Deshalb ist es wichtig, die richtige Wahl zu treffen.“

Für die Herderschülerin Manon (17), die die 11. Klasse besucht, steht fest: „Ich möchte gerne nach dem Abi studieren.“ Was genau, da habe sie erst eine grobe Idee: „Entweder Ingenieurswissenschaften oder Lehramt mit den Fächern Mathe und Physik“. Sie steuerte unter anderem den Stand der Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaften an, die an vier Standorten in Niedersachsen Bachelor-, Master- und Duale Studiengänge anbietet, unter anderem in den Bereichen Informatik, Ingenieurwesen, Maschinenbau und Versorgungstechnik.

Foto t & w Berufsfindungsmesse in der Raabe Schule
Alexander und Julius (r.) am Stand des Landhandels Peters, wo ein Quiz zum Mitmachen lockte und Mareike Brackelmann über Ausbildungsmöglichkeiten in dem Unternehmen informierte. Foto: t&w

Das Abitur ist für Tim (14) noch etwas hin. „Aber in der 10. Klasse stehen Berufspraktika an. Hier gibt es gute Möglichkeiten zu gucken, was Firmen und Institutionen anbieten“, erklärte der Schüler des Gymnasiums Oedeme, der nach dem Abi „etwas in Richtung Mathe und Physik“ machen möchte.

Auch Marieke (14) und Freundin Lina (14) vom Gymnasium Bleckede nutzten die Chance, sich über verschiedene Berufe und Studienmöglichkeiten zu informieren. „Wenn uns etwas anspricht, dann haken wir genauer nach.“ So steuerten die beiden Mädchen zum Beispiel den Stand der Kanzlei Petersen, Dressler, Rühl an, wo Rechtsanwalt Jens-Ulrich Wobst über die Ausbildung Rechtsanwalt- und Notariatsangestellte(n) und zum Jurastudium informierte. Letzteres zieht Marieke in Erwägung, die aber nach dem Abi erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr machen möchte. Auch dazu gab es bei der BIB die richtigen Ansprechpartner.

Die BIB sei aber auch für Firmen eine interessante Veranstaltung, wenn es darum gehe, gute Auszubildende zu finden, meinte nicht nur Rechtsanwalt Wobst. Alexander Neubauer, Mitarbeiter im Personalwesen des Lüneburger Unternehmens LAP Laser, registriert: „Die BIB wird immer stärker besucht. Viele kommen, um auszuloten, welche Möglichkeiten regionale Unternehmen für die Karriere bieten. Sie ist aber auch eine attraktive Möglichkeit, Werbung für Firmen zu machen, um gutes Fachpersonal zu bekommen. Es ist also eine Win-Win-Situation.“ Informationen aus erster Hand, was zum Beispiel die Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann sowie Einzelhandelskaufmann angeht, gab’s bei Mareike Brackelmann, die gerade ihre Ausbildung beim Landhandel Rudolf Peters abgeschlossen hat. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch 30 Vorträge und neun Berufsvorstellungen. Claudia Bitti freute sich über die enorme Resonanz und motivierte Schüler. Das Konzept ist einmal mehr aufgegangen.