Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Platz für Flüchtlinge
Am östlichen Ochtmisser Ortseingang liegt die Fläche (r.), die für eine mögliche Unterkunft für Asylbewerber in der Diskussion ist. Bedacht werden muss hier ausreichender Abstand zu Hochspannungsleitungen und einem Feuchtbiotop. Foto: be
Am östlichen Ochtmisser Ortseingang liegt die Fläche (r.), die für eine mögliche Unterkunft für Asylbewerber in der Diskussion ist. Bedacht werden muss hier ausreichender Abstand zu Hochspannungsleitungen und einem Feuchtbiotop. Foto: be

Platz für Flüchtlinge

mm Lüneburg. „Es geht nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie“, ist mittlerweile ein häufig bemühter Satz von Jens-Peter Schultz, Ortsbürgermeister in Ochtmissen. Dort sollen bis zu 80 Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien zumindest für eine bestimmte Zeit eine neue Heimat finden. Soviel ist sicher. Schwierig gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Areal, auf dem ein Wohnheim oder Container als Unterkunft für die Asylbewerber errichtet werden sollen. Nun kommt Bewegung in die Sache. Matthias Eberhardt, in der Bauverwaltung Leiter Stadtplanung, präsentierte bei der Ortsratssitzung ein mögliches Gelände. Diskutiert wurden auch Nutzungsvorhaben auf dem ehemaligen Sperli-Gelände.

Mit der Suche nach einem Platz für die Flüchtlinge war Ortsvorsteher Schultz von der Stadt betraut worden. Er habe einen „Sack voll möglicher Plätze geschnürt“. In Frage kamen Grundstücke, die von der Stadt zurzeit verpachtet werden. Auch die nun ausgewählte Fläche auf einem Feld an der Ochtmisser Straße zwischen Kronskamp und Wilhelm-Hänel-Weg befindet sich in der Hand eines Pächters. „Es handelt sich um eine mögliche Fläche, bisher haben wir noch keine Rückmeldung vom Pächter“, sagte Stadtplaner Eberhardt. Auch in anderen Ortschaften würde weiter nach einem passenden Areal gesucht.

Bereits weiter fortgeschritten sind die Pläne zur Bebauung des ehemaligen Sperli-Geländes, auf dem auch 60 neue Wohneinheiten entstehen sollen. Wie berichtet, beabsichtigt Dr. Klaus Bergmann mit seiner Firma Esyoil vom jetzigen Firmenstandort im alten Ochtmisser Sparkassen-Gebäude in den Verwaltungsbau überzusiedeln. Das Areal scheint für Investoren von Interesse, „mindestens alle 14 Tage ruft jemand an und erkundigt sich nach dem Grundstück“, sagte Schultz.

Mittlerweile liege ein Entwurf der neuen Eigentümer für die Wohnbebauung vor. Demnach sollen nicht genutzte Flächen um die Bebauung als Gewerbeflächen nutzbar gemacht, die alte Lagerhalle wieder hergerichtet werden. Eine Baumreihe am Wilhelm-Hänel-Weg solle erhalten bleiben, dahinter Häuser mit je sechs oder zwölf Wohneinheiten gebaut werden. Für die Gewerbeansiedlung seien zwei längere Haustypen geplant, skizzierte Eberhardt. Ein Lärmschutz gegen Bahn- und Autoverkehr sei in den Planungen enthalten. Zunächst müsse aber noch der Flächennutzungsplan geändert werden. Der sieht derzeit lediglich eine Gewerbeansiedlung vor. Die Pläne zur Bebauung lägen in zwei bis drei Wochen im städtischen Bauamt in der Abteilung Stadtplanung aus.