Mittwoch , 28. September 2016
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Mitte 2015 könnte der Kauf einer zirka 20 Hektar großen Brachfläche im östlichen Teil des TKK-Areals möglich sein.  Foto: A
Mitte 2015 könnte der Kauf einer zirka 20 Hektar großen Brachfläche im östlichen Teil des TKK-Areals möglich sein. Foto: A

Früher, aber noch nicht 2014

as Lüneburg. Die Freigabe einer ersten Teilfläche der Theodor-Körner-Kaserne (TKK) war Inhalt eines Gesprächs, das Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge am Donnerstag in Berlin mit Markus Grübel, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, und Vertretern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) geführt hat. Mit dabei waren auch die Lüneburger SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze und deren SPD-Bundestagskollegen Kirsten Lühmann und Lars Klingbeil. Das Ergebnis: Mitte 2015 könnte der Kauf einer zirka 20 Hektar großen Brachfläche im östlichen Teil des TKK-Areals möglich sein. Mädge sagte gestern zur LZ: ,,Ich halte es für realistisch, dass die Fläche Ende 2015/Anfang 2016 baureif ist und dort eine Nutzung als Gewerbefläche entstehen kann.“ Wie berichtet, geht der Lüneburger Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols von diesem Jahr aus.
Mädge war zur Erörterung des Themas nach Berlin gereist, ,,weil im Zuge der Bundeswehrreform erst 2018 Fächen freigegeben werden sollen“. Die Stadt ist jedoch bekanntlich an einer früheren Freigabe interessiert, um Gewerbeflächen zu entwickeln, die für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Lüneburg dringend benötigt würden. Eine sogenannte Entbehrlichkeitsprüfung werde es in diesem Jahr geben, erläutert Mädge. ,,Die Bundeswehr prüft nun intern, welche Flächen sie noch nach der Auflösung des Logistikbataillons für das verbleibende Panzeraufklärungslehrbataillon 3 braucht sowie für die Unterbringung der Bundespolizei bei Castoreinsätzen.“ Entbehrlich sei, aber das stehe bereits seit Längerem fest, eine Brachfläche im östlichen Teil, die für Übungszwecke genutzt worden sei. ,,Das muss aber noch formal festgestellt werden.“
Ist die Entbehrlichkeit festgestellt, liegt es an der BIMA, über den Verkauf der Fläche zu verhandeln. Mädge macht aber auch deutlich, dass, bevor die Stadt mit der BIMA in konkrete Preisverhandlungen eintrete, noch eine vorbereitende Untersuchung auf Umweltschäden infolge der militärischen Nutzung erfolgen müsse. ,,Erst dann kann man zu einem Preis kommen.“ Als realistischen Zeitrahmen sieht er Mitte 2015. Parallel zur Erschließung müsse auch ein Bebauungsplan für die Fläche, die an den Ebensberg grenzt, auf den Weg gebracht werden. Da auf dem Areal Gewerbegebiet entstehen soll, müsse genügend Abstand zum Ebensberg im Bebauungsplan verankert sein, um die Interessen der Anwohner zu berücksichtigen.
Bei dem Gespräch im Bundesverteidigungsministerium sei noch einmal deutlich geworden, ,,dass eine mögliche Nutzung der südlichen Flächen des Areals, die für Lüneburger Sportvereine wie den LSK in Frage kommen könnten, länger dauern wird, weil Bundespolizei und Bundeswehr ihren künftigen Bedarf erst noch konkret ermitteln müssen“. Für Mädge kein Novum, er hatte in der Feb-ruar-Sitzung des Rates klargestellt, dass eine frühstmögliche Freigabe 2016 realistisch sei. In der Sitzung hatte sich der Rat einstimmig dafür ausgesprochen, dass der LSK Hansa auf vorhandenen Sportanlagen der TKK ein neues Zuhause finden solle. ,,Im Gespräch mit Staatssekretär Grübel habe ich darum gebeten, dass eine Zwischennutzung für den LSK auf einem der Sportplätze möglich ist. Das Ministerium will das prüfen.“ Wie viel Fläche die Stadt in diesem Bereich parallel zum Flugplatz für gewerbliche Nutzung bekommen könnte, stehe noch nicht fest.