Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Auf Max Bahr folgt Hornbach
Das ehemalige Bahr-Markt im Ilmenau-Center steht seit Ende Januar leer. Die Hornbach-Baumarkt-AG hat jetzt den Mietvertrag unterschrieben, richtet dort nach einem umfangreichen Umbau einen kombinierten Bau- und Gartenmarkt ein. Foto: t&w
Das ehemalige Bahr-Markt im Ilmenau-Center steht seit Ende Januar leer. Die Hornbach-Baumarkt-AG hat jetzt den Mietvertrag unterschrieben, richtet dort nach einem umfangreichen Umbau einen kombinierten Bau- und Gartenmarkt ein. Foto: t&w

Auf Max Bahr folgt Hornbach

rast Lüneburg. Die Tinte ist trocken, der Mietvertrag für das Gebäude im Ilmenau-Center, in dem bis Ende Januar der Baumarkt Max Bahr untergebracht war, ist unterschrieben. Einziehen wird dort mit Hornbach einer der deutschen Baumarkt-Riesen. Ken Kuhnke von der HIH Hamburgische Immobilien Handlung, die sich als Eigentümervertreterin um die Vermietung kümmerte, ist mit dieser Entscheidung sehr zufrieden: ,,Das Objekt war sehr gefragt, es gab insgesamt sieben Bewerber alle bekannten Baumarkt-Betreiber waren dabei. Hornbach kommt mit einem interessanten Angebot nach Lüneburg.“ Mit der Entscheidung gibt es nun auch neue Hoffnung für die ehemaligen Bahr-Mitarbeiter.

Die Hornbach-Baumarkt-AG schließt mit dem Standort Lüneburg eine Lücke zwischen ihren Märkten in Hamburg und Braunschweig und befindet sich getreu ihres Werbeslogans ,,Es gibt immer was zu tun“ damit weiter auf Expansionskurs. Konzernpressesprecherin Dr. Ursula Dauth sagt: ,,Auf einer Fläche von rund 12000 Qua­dratmetern wird es einen kombinierten Bau- und Gartenmarkt mit Baustoff-Zentrum geben. Nach einem entsprechenden Um- und Ausbau der Immobilie in einen Projektbaumarkt nach Hornbach-Standard werden wir voraussichtlich gegen Jahresende unsere neue Filiale im Ilmenau-Center eröffnen.“ Lüneburg sei ein äußerst attraktiver Standort für das europaweit agierende Familienunternehmen aus der Pfalz.

Der Vorgänger Max Bahr, der am 26. Juli 2013 den Insolvenz­antrag gestellt hatte, beschäftigte im Ilmenau-Center rund 50 Festangestellte und Aushilfskräfte, ein Teil von ihnen wurde nach der Schließung in einer Auffanggesellschaft untergebracht. Zu den Personalplänen des neuen Mieters sagt Wolfger Ketzler, Vorstand der Hornbach-Baumarkt-AG für die Bereiche Expansion und Personal: ,,Wir werden rund 70 neue Stellen aufbauen und bei deren Besetzung ehemalige Max-Bahr-Mitarbeiter berücksichtigen. Es ist unser Ziel, in Lüneburg sichere Arbeitsplätze und für unsere Kunden kompetente Beratung anzubieten.“

Der zweite Lüneburger Bahr-Markt Auf den Blöcken gehörte zu einem Paket von mehr als 20 Häusern der insolventen Kette, die Ende November von der Bauhaus-Gruppe übernommen wurde. Damals hatte Bauhaus verlauten lassen, dass Bahr-Beschäftigten Arbeitsverträge zu ,,mindestens den gleichen Bedingungen“ angeboten werden sollen, zu denen sie zuvor am Bilmer Berg gearbeitet hatten. Eine zeitliche Marschroute konnte die Bauhaus-Pressestelle gestern allerdings noch nicht nennen.

Das Unternehmen

Hornbach ist ein unabhängiges, familiengeführtes Großunternehmen, das im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatzanstieg (netto) auf über 3,2 Milliarden Euro verzeichnete. Zu dem Konzern mit mehr als 15500 Mitarbeitern gehören 141 Bau- und Gartenmärkte in neun europäischen Ländern, die Gesamtverkaufsfläche umfasst 1,6 Millionen Quadratmeter. Hornbach kann als einziges Unternehmen der BaumarktBranche auf eine fünf Generationen überdauernde Firmengeschichte zurückblicken. 1877 gründete Schieferdeckermeister Michael Hornbach in Landau/Pfalz einen Handwerksbetrieb. 1900 erweiterte Sohn Wilhelm Hornbach den Betrieb durch eine „Baumaterialien-Handlung“. 1968 vollbrachte Otmar Hornbach, Ur-Enkel des Firmengründers, eine Pioniertat: Er eröffnet in Bornheim den ersten kombinierten Bau- und Gartenmarkt. Diese Verbindung mit einem Gartencenter hat es zuvor in Europa nicht gegeben. 1996 begann mit Österreich die Expansion ins Ausland. Es folgten die Niederlande (1997), Tschechien (1998), Luxemburg (1998), Schweiz (2002), Schweden (2003), Slowakei (2004) und Rumänien (2007).