Mittwoch , 28. September 2016
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Neckende Minions: (v.l.) Erika Stabel, Sandra Schnehgen, Ramona Schneider, Saskia Spielvogel und Susanne Stapel stechen durch ihr selbstgebasteltes Outfit aus der Menge heraus. Foto: t&w
Neckende Minions: (v.l.) Erika Stabel, Sandra Schnehgen, Ramona Schneider, Saskia Spielvogel und Susanne Stapel stechen durch ihr selbstgebasteltes Outfit aus der Menge heraus. Foto: t&w

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mm Lüneburg. „Verdamp lang her“, schallt es durch den Veranstaltungssaal, die Sporthalle im Vereinsheim des MTV Treubund Lüneburg an der Uelzener Straße. Wohl schon verdammt lang war für viele Lüneburger der letzte Lumpenball. Die Partyhungrigen bewiesen am Sonnabend nun aufs Neue, dass „Jeck sein“ nicht nur in den rheinischen Karnevalshochburgen geht: Davon zeugten rund 700 Gäste mit schrillen, skurillen und filmischen Outfits.

Cineastisch inspiriert war auch die süße Kostümierung von fünf jungen Närrinnen. Sie neckten das Lüneburger Partyvolk als Minions, das sind kleine, gelbe Arbeiter mit riesigen Glubschaugen, bekannt aus dem Animationsfilm „Ich Einfach Unverbesserlich“, bei dem sie dem Superschurken „Gru“ wertvolle Dienste leisten. „Wir haben alles selbstgebastelt und uns gedacht, die Idee hat sonst keiner“, erzählt Erika Stabel, die mit ihrer Schwester Susanne aus Hamburg zum Lumpenball gekommen war. Und auch andere Kostüme waren an diesem Abend einzigartig. So wie ein schwarzer Weihnachtsmann, der angeblich tief in seinem roten Mantel Uhren versteckt hatte, um sie unter die Leute zu bringen. Hinter der Verkleidung steckte Sebastian Zwalovski, der zusammen mit der aufgepumpten Fitnesstrainerin Tanja Khan, die gerne ihre Muskeln spielen ließ, ein eher ungewöhnliches Pärchen abgab.

Aus einer anderen Zeit kam ein Trupp Scharnebecker zum Lüneburger Lumpenball. Die Steinzeitmenschen steckten in zerschnittenen Säcken und schwangen ihre Keulen durch die Menge. Blau waren Denise Dawe und ihre Freundin Tanja Schmidt, aber nicht etwa weil sie den alkoholischen Genussmitteln zu arg gefröhnt hatten, sondern weil sie Farbe im Gesicht trugen. Sie verkörperten Avatare aus dem Science-Fiction-Film „Avatar Aufbruch nach Pandora“ von Regisseur James Cameron.

Regie beim Lumpenball führten Sänger Mirko Heil und seine Band, sie heizten den Feiernden mit unzähligen Party- und Schlagerhits mit beständiger Ohrwurmgefahr ein. Und das verdammt lange bis in den frühen Sonntagmorgen.

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