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Neben dem Bonhoeffer-Haus lernen die Montessorischüler. Noch findet der Unterricht in Containern statt, das kleine Bild zeigt den geplanten Neubau. Foto: be
Neben dem Bonhoeffer-Haus lernen die Montessorischüler. Noch findet der Unterricht in Containern statt, das kleine Bild zeigt den geplanten Neubau. Foto: be

Ende des Lernens im Container in Sicht

as Lüneburg. Seit Jahren schon möchte der Trägerverein der Montessorischule zwischen Rettmer und Häcklingen ein Schulgebäude bauen. Derzeit haben die 96 Schüler der Klassen 1 bis 4 noch in Containern neben dem Bonhoeffer-Haus Unterricht, gleich nebenan werden 35 Kinder einer Elementar- und Krippengruppe ebenfalls in Containern betreut. Nun kommt Bewegung in das Projekt: Ende Januar hat der Verein bei der Stadt einen Bauantrag für die Errichtung eines Schulgebäudes mit Kinderhaus eingereicht. Laut Stadt wird der Bauantrag noch geprüft, vorgestellt wird das Projekt im Bauausschuss am kommenden Montag, 10. März. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Traubensaal.

Laut Ausschuss-Vorlage soll auf dem rund 10000 Quadratmeter großen Grundstück ein Gebäude mit einer Grundfläche von zirka 1210 Quadratmetern entstehen. Unter das Dach des ,,Bildungshauses“ soll die Grundschule mit vier Klassenräumen, das Kinderhaus mit einer Kita- sowie einer Krippengruppe und die Übermittagsbetreuung einziehen. Damit soll ermöglicht werden, dass die Kinder von der Krippe bis zum Ende der Grundschulzeit das Haus sozusagen durchlaufen. Der Vorteil: Viele Räume können von den Einrichtungen untereinander genutzt werden, das senkt den Flächenbedarf.

Das Gebäude ist laut Entwurf überwiegend eingeschossig geplant, lediglich die Grundschule mit dem höchsten Flächenbedarf ist zweigeschossig. Aufgrund der Lage des Gebäudes auf dem Grundstück wäre eine Erweiterung der Grundschule wie auch des Kinderhauses möglich. Rot-bunte Verblendsteine sollen die Fassade des Gebäudes zieren, überdacht wird es mit Flach- und Pultdächern. Nach Vorstellung der Bauherren könnten die Dachflächen für Photovoltaikanlagen genutzt werden. Ausgeschlossen sein soll davon der nördliche Dachteil, sagt die Stadtverwaltung, da hier Photovoltaikanlagen nicht sinnvoll sind. Sie schlägt hier eine Begrünung vor. In der Sitzung sollen weitere Details zu der Planung vorgetragen werden. Laut Vorstand des Vereins belaufen sich die Kosten für den Neubau zwischen zwei und drei Millionen Euro. Derzeit laufen Verhandlungen bezüglich der Finanzierung.

Weiteres Thema im Ausschuss ist die Erweiterung des Lidl-Marktes an der Uelzener Straße auf 1250 Quadratmeter Verkaufsfläche. Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens sind laut Stadt zahlreiche Stellungnahmen eingegangen, die abgewogen und ,,weitgehend berücksichtigt“ wurden. Festgehalten wird aber an der künftigen Anzahl von Stellpätzen, sie seien im Verhältnis zur Verkaufsfläche ,,angemessen“, sagt die Stadt, die auch deutlich macht, ,,dass zeitliche Regelungen für das Abstellen und Rasten von Lkw nicht möglich sind“. Der Ausschuss soll grünes Licht für den Bebauungsplan geben.

Auf der Tagesordnung steht auch das Denkmalkataster, in dem mehr als 50 Denk- und Mahnmale aufgeführt sind mit Zustand und Sanierungsbedarf. Höchste Priorität bei der Sanierung hat der Brunnen in der Neuen Straße. Wie berichtet, sprudelt dieser aufgrund des schlechten Zustands seit 2007 nicht mehr. Laut Stadt müssen rund 35000 Euro fließen, damit das Wasserspiel in der Westlichen Altstadt wieder Bürger und Touristen erfreut. Der Bürgerverein von ihm stammt ursprünglich der Brunnen habe Spendenbereitschaft signalisiert, sagt die Stadt, die sich weitere Spender wünscht.