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Rainer Gruber probt mit speziellen Geräten, wie er Höhenunterschiede in einem hügeligen Gelände messen kann. Foto: t&w
Rainer Gruber probt mit speziellen Geräten, wie er Höhenunterschiede in einem hügeligen Gelände messen kann. Foto: t&w

Der Kurpark als Krisengebiet

ca Lüneburg. Als Katastrophenhelfer ist das Technische Hilfswerk weltweit ein gefragter Ansprechpartner. Auch zwei Lüneburger setzen sich ehrenamtlich ein, um etwa in einem Krisengebiet eine Trinkwasserversorgung aufzubauen. Rainer Gruber und Michael Bahr sind gerade von einem Einsatz auf den von einem Tsunami verwüsteten Philippinen zurückkehrt. Wer helfen will, muss sein Handwerk verstehen, deshalb hat die Einheit, zu der die beiden Heidjer zählen, die „Seewa Mitte“, am Wochenende in Lüneburg für den Ernstfall geprobt. Auf dem Gelände des Ortsverbands an der Rabensteinstraße bauten die Männer, hauptamtliche Chefin der Truppe ist mit Dagmar Thomitzek eine Frau, eine Wasseraufbereitungsanlage auf und wieder ab. In einem über Monate dauernden Einsatz sind die Aktiven immer nur zwei, drei Wochen vor Ort und sind daher kaum einmal für beides zuständig.

Eine zweite Gruppe hatte sich den Kurpark als Trainingsgebiet ausgesucht. „Es ging um Landvermessung“, erklärt THW-Sprecher Olaf Braasch. Denn wenn Leitungen verlegt werden, müssen die THWler beispielsweise Leitungen in hügeligem Gelände verlegen oder beim Brunnenbau an ein entsprechendes Gefälle denken. Wie setzt man dabei satellitengestützte Geräte ein?

34 Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen nahmen an der Übung teil. Sechs Wochen haben die Lüneburger an der Vorbereitung gearbeitet, haben Fachleute wie Hans-Jürgen Kath und Henrik Lüer als Referenten gewinnen können. Doch es ging nicht nur um Technik. „Wer ins Ausland geht, muss auch einen Eindruck von Mentalität und Religion dort mitbringen“, erklärt Braasch. Daher haben die Männer die Moschee am Lüner Weg besucht, um einen Einblick in den Islam zu erhalten.