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Bühnenerlebnis mit Culcha Candela und Schirmherrin Christina Rau (2.v.l.): Konrad Müller, Jara Hasis und Jan Malte Baumann nahmen stellvertretend für die 150 IGS-Schüler den 1. Preis für ihr Engagement bei der Kindernothilfe entgegen.
Bühnenerlebnis mit Culcha Candela und Schirmherrin Christina Rau (2.v.l.): Konrad Müller, Jara Hasis und Jan Malte Baumann nahmen stellvertretend für die 150 IGS-Schüler den 1. Preis für ihr Engagement bei der Kindernothilfe entgegen.

Einfach nur cool +++ Mit LZplay-Video

us Lüneburg. Die Aula der Integrierten Gesamtschule Lüneburg in Kaltenmoor war rappelvoll, die erwartungsvolle Spannung im Saal spürbar. Schließlich dauerte es dann aber doch noch gefühlte zwei Stunden, bis Culcha Candela, die bekannte Berliner Band, in coolem Outfit die Bühne der Schule betrat. Die derzeit angesagten Musiker waren jetzt für ein exklusives ,,Meet and Greet“ übersetzt etwa „kurz treffen und einen Gruß loswerden“ in die Schule in Kaltenmoor gekommen, um mit 150 Achtklässlern der IGS den Gewinn des 7. Kindernothilfe-Wettbewerbs „Action!Kidz Kinder gegen Kinderarbeit“ zu feiern.

Zum wiederholten Mal hatte sich die Lüneburger Schule für die Kindernothilfe eingesetzt und sich im Rahmen einer Projektwoche mit dem Problem weltweiter Kinderarbeit und Kindersklaven auseinandergesetzt. Dabei hatten die Schüler Ideen entwickelt, wie sie auf eigene Faust Betroffenen in diesem Jahr gleichaltrige Kinder in Äthiopien helfen könnten. Sie organisierten einen Spendenlauf, verkauften selbstgemachtes Popcorn, luden zu Musikaufführungen in der Innenstadt ein oder halfen bei Garteneinsätzen bei Nachbarn. Bei diesen und vielen anderen Aktionen kamen insgesamt 7232 Euro zusammen, das bislang höchste Spendenergebnis in der Geschichte des Kindernothilfe-Wettbewerbs.

Zu dieser Rekordleistung und der beeindruckenden Unterstützung im Kampf gegen Kinderarbeit in Äthiopien gratulierten die Musiker von Culcha Candela den stolzen Preisträgern mit Hochachtung: „Ihr habt gezeigt, wieviel Action in Jugendlichen steckt, und dass Euch das Schicksal von Not leidenden Kindern in anderen Regionen der Welt nicht egal ist.“

Auch die Schirmherrin des Bundeswettbewerbs, Christina Rau, Witwe des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau, war zu der Veranstaltung nach Lüneburg gekommen. Sie dankte den Schülern für ihren Einsatz und hob hervor, dass es wichtig sei, „Kindern keine heile Welt vorzugaukeln, sondern Zuversicht zu verbreiten, dass wir etwas ändern können“. Oberbürgermeister Ulrich Mädge betonte, die Aktion zeige, „dass man auch mit vielen kleinen Schritten große Hindernisse überwinden kann“.

Für Lea, die selbst zu den 150 IGS-Schülern gehört, die sich an dem Projekt beteiligt hatten, war das Schönste, „dass so viele Kinder mitgemacht haben“. Und zu ihrem Treffen mit den Jungs von Culcha Candela, die gestern leider nicht gesungen haben, sagte sie einfach nur: „Cool!“