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Eifrig sammeln in Ochtmissen Hartmut Schupp, Jens-Peter Hecht, Torsten Maue, Heike Romberg, Robin Romberg, und Mieke Romberg (h.v.l.) sowie
Joschua, (3), Silke mit Svea Romberg (2) Sirka Niebuhr (6), Justus Bormann (8) und Julia Bormann (9, v.l.). Foto: hön
Eifrig sammeln in Ochtmissen Hartmut Schupp, Jens-Peter Hecht, Torsten Maue, Heike Romberg, Robin Romberg, und Mieke Romberg (h.v.l.) sowie Joschua, (3), Silke mit Svea Romberg (2) Sirka Niebuhr (6), Justus Bormann (8) und Julia Bormann (9, v.l.). Foto: hön

Kleine Müllsammler kommen groß raus

hön Lüneburg. Gleich bei zwei Müllsammelaktionen packten Bürger in Lüneburger Ortsteilen an und befreiten die Natur von Unrat, den andere achtlos weg geworfen hatten. Unterstützt wurden die Umweltfreunde dabei von Mitgliedern der Feuerwehren.

Das meiste, was bei der großen Müll-Sammelaktion gefunden wurde? Radkappen. Die vielen Kopfsteinpflaster sorgen immer wieder für Überbleibsel am Wegesrand. Dort bleiben sie liegen. Bis die freiwilligen Müll-Sammler anrücken. In Ochtmissen sind es am Sonnabend rund 60 Aktive, darunter viele Kinder und Familien. „Schon seit mehr als zehn Jahren treffen wir uns zum Müllsammeln“, so Mitinitiator Jens-Peter Hecht. So wurden schon ein Kühlschrank, ein Rad und sogar ein Tresor gefunden. Nach zwei Stunden trudeln die ersten von rund neun Gruppen am Sportplatz ein bepackt mit vollen Müllbeuteln. Bierflaschen, kaputte Feuerzeuge und jede Menge Plastik haben sie dabei. Erfreulicherweise wird aber nicht so viel gefunden wie früher. Vor allem die Einführung des Dosenpfands hat die Müllmenge reduziert.

In Häcklingen unterwegs sind  Rebecca und Vanessa Masemann sowie Franzi Kant (v.l.). Foto: hön
In Häcklingen unterwegs sind Rebecca und Vanessa Masemann sowie Franzi Kant (v.l.). Foto: hön

Helfer Hartmut Schupp hat einen Graben entdeckt, in dem Unmengen Hausmüll entsorgt wurden: Betonteile, so groß wie Staubsauger, verrostete Zeltstangen, Plastik-Planen. Eigentlich müsste er mehrmals fahren, um alles wegzuschaffen. Die entsprechende Stärkung dafür ist nicht weit: Die Jugendfeuerwehr versorgt die Hobby-Müllmänner und -frauen mit Würstchen und Pommes gestiftet vom Bürgerverein.

In Häcklingen ist das gemeinsame Müllsammeln relativ neu, aber nicht minder erfolgreich. Volker Haase schätzt, dass 40 Helfer gekommen sind. Der stellvertretende Ortsbrandmeister hat zusammen mit Sandra Strömich und Ortsvorsteher Uwe Plath die Aktion angeschoben. Auch sie werden später die Helfer mit Bratwurst und Pommes verköstigen.

Im Visier der Häcklinger Müllsammler sind vor allem die Durchfahrtsstraßen. Hier ist Vanessa Masemann mit ihrer kleinen Schwester und Freundin unterwegs. „Wir haben zu dritt eine Plastiktüte ausgebuddelt.“ Bewaffnet mit Handschuhen und in der warmen Frühlingssonne kein Problem. Ein Straßenzug weiter säubert der Häcklinger Otto Lücking zusammen mit vier Jungs der Kinderfeuerwehr den Embser Kirchweg. Am Neubaugebiet, wo viele Hunde laufen. Er ärgert sich. „Zwar tun die Leute die Haufen in einen Beutel schmeißen den aber dann in die Büsche. Unglaublich, wie viele wir auf dem kurzen Stück schon eingesammelt haben“. Umso überzeugter ist er von der Aktion: „Man kann ja nicht immer nur schnacken man muss auch was tun für sein Dorf!“.