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Partystimmung im KVG-Bus

us Lüneburg. „Stopp! Nochmal, die Aufnahme müssen wir wiederholen“, ruft Nele, dieses Mal schon etwas lauter. Die Konzentration der 27 Schüler lässt allmählich nach, die Lautstärke im Bus dagegen steigt. Noch einmal nehmen alle ihre Positionen ein, ein letzter Check, und: „Action!“ Wieder dröhnt der Ghetto-Blaster aus vollen Rohren, die Kamera läuft, auf dem Boden wirbelt ein Break-Dancer und der Rest der Darsteller groovt, bis der Bus wackelt.

„Wir drehen einen Film über eine Busfahrt, die zur Party wird“, erklärt Bettina Küntzel, Musiklehrerin an der Hanseschule Oedeme. Mit ihren Schülern aus dem Wahlpflichtkurs der 7. Klassen nimmt sie teil an einem Musik-Wettbewerb des HVV, der den Titel „Mehr als ein Ziel“ trägt. Dabei sollen die Teilnehmer einen Film, eine Klangcollage oder einen Text produzieren, mit dem Gefühle oder Erlebnisse während einer Reise mit dem HVV wiedergegeben werden sollen.

„Wir haben uns für eine Busfahrt entschieden“, sagt Max. „In unserem Film geht es darum, dass wir zeigen, wie plötzlich während der Busfahrt eine Party entsteht“, erzählt der 13-Jährige. „Erst ist es ganz normal und eher leise, doch dann geht es los.“ Er selbst übernimmt dabei die Rolle eines Jungen, der den Reißverschluss seiner Jacke hoch- und runterzieht, es wird allmählich rhythmischer, immer mehr Fahrgäste lassen sich davon anstecken. „Am Ende ist der ganze Bus eine große Party“, sagt er.

Seit zwei Stunden sind die Schüler „am Set“, so nennt man den Ort, wo für einen Film gedreht wird, wie die Lüneburger spätestens seit den Roten Rosen wissen. Ihr „Set“ ist ein echter Bus der KVG, den das Unternehmen für die Dreharbeiten am Vormittag zur Verfügung gestellt hat, „total nett“, wie Lehrerin Bettina Küntzel findet.

Wie der Film heißt, will Nele noch nicht verraten. Sie führt gemeinsam mit Viktor Regie, ihre Aufgabe ist es, „genau festzulegen, wer was macht und wer wann drankommt“, sagt die Zwölfjährige. Schwierig sei die Sache mit dem Playbacksingen gewesen, sagt sie. „Das klappte erst auf den letzten Drücker“. Überhaupt habe das Auswendiglernen des Textes nicht jedem gelegen, „aber das haben wir mit kleinen Zetteln gelöst.“

Maximal fünf Minuten darf der Film lang sein, Abgabetermin ist der 12. Mai. „Vorher müssen wir den Film noch schneiden“, sagt Lehrerin Bettina Küntzel. Das wird im Kreismedienzentrum gemacht, dort wurde auch die Kamera ausgeliehen. Im Juni wird sich dann entscheiden, ob sie einen der ausgelobten Preise darunter Konzertkarten und eine alternative Hafenrundfahrt gewonnen haben. Die besten Filme werden zudem in Bussen und Bahnen des HVV gezeigt.