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An der Einmündung der Feldstraße in die Willy-Brandt-Straße wird künftig eine Verkehrsinsel stehen, die ein Linksabbiegen unmöglich macht. Die zwei stadtauswärts führenden Fahrspuren werden dadurch auf eine verringert.
An der Einmündung der Feldstraße in die Willy-Brandt-Straße wird künftig eine Verkehrsinsel stehen, die ein Linksabbiegen unmöglich macht. Die zwei stadtauswärts führenden Fahrspuren werden dadurch auf eine verringert.

Zweite Spur weicht Bussen

us Lüneburg. Synergieeffekt war das Zauberwort, von dem sich die Mitglieder des Verkehrsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung überzeugen ließen. Einstimmig gaben sie grünes Licht für das Vorhaben der Stadt, die geplante Bushaltestelle für die neue Streckenführung der stadtauswärts führenden Linie 5001 an die Einmündung der Feldstraße in die Willy-Brandt-Straße zu verlegen. Die Stadt verspricht sich davon deutliche Kosteneinsparungen, da auch notwendige Arbeiten an den Radwegen gleich mit vorgenommen werden könnten. Zugleich würden das Nahversorgungszentrum an der Feldstraße und das Seniorenpflegeheim an der Stresemannstraße besser an das Stadtbusnetz angebunden, argumentiert die Verwaltung. Ein weiterer Effekt: Mit der Änderung soll das Linksabbiegen von der Feldstraße in die Willy-Brandt-Straße künftig nicht mehr möglich sein.

Grund für die Verlegung der Bushaltestelle sind nach Angaben der Stadt die hohen Investitionssummen insgesamt 295000 Euro , die im Zuge der Verlegung der Streckenführung der Buslinie 5001 von der Barckhausenstraße in die Willy-Brandt-Straße für die Errichtung von zwei neuen Bushaltestellen auf die Stadt zugekommen wären. Ihr war das zu teuer, jetzt präsentierte sie eine deutlich günstigere Lösung.

Das Ergebnis ist die Verlegung der Bushaltestelle der stadtauswärts führenden Linie vom bisher geplanten Standort an der Zufahrt zum Universitätsparkplatz am Roten Feld an die Feldstraße. „Dadurch binden wir nicht nur das Nahversorgungszentrum mit den Lebensmittelmärkten, der Apotheke und dem Ärztezentrum an der Feldstraße besser an, wir können die Haltebucht auch deutlich günstiger herstellen, und auch die Kosten für die Radwegesanierung werden reduziert“, erläuterte Michael Thöring vom Bereich Verkehrsplanung der Stadt. Statt mit bisher 197000 Euro rechnet die Stadt jetzt mit rund 99000 Euro.

Gleichzeitig soll auch die Verkehrsführung an der Einmündung der Feldstraße in die Willy-Brandt-Straße geändert werden. Dort soll mittels einer neu zu errichtenden Verkehrsinsel das häufig zu beobachtende verkehrswidrige Linksabbiegen nicht mehr möglich sein. „Wir hoffen, damit den Unfallschwerpunkt an dieser Stelle entschärfen zu können“, sagte Verkehrsdezernent Markus Moßmann.

Zugleich soll auch die stadtauswärts bislang noch zweispurige Straßenführung zwischen Stresemannstraße und Feldstraße einspurig werden. Ob dies nicht zu erhöhter Staubildung an der Kreuzung Stresemannstraße/Willy-Brandt-Straße führe, wollten Jens Kiesel (Rentnerpartei) und Wolfgang Kuhn (CDU) wissen. Das sei untersucht worden, aber man müsse wohl mit einem Umgewöhnungseffekt rechnen, antwortete Moßmann. „Wir werden uns das erstmal anschauen, gegebenenfalls müssen wir nachsteuern“, ergänzte Ulrich Löb (Grüne), Vorsitzender des Verkehrsausschusses.

One comment

  1. “Wir werden uns das erstmal anschauen, gegebenenfalls müssen wir nachsteuern”, ergänzte Ulrich Löb (Grüne), Vorsitzender des Verkehrsausschusses. -Zitat Ende-

    In der Wirtschaft nennt sich das nachbessern und ist i.d.R. immer mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bei der geplanten Reduzierung von zwei auf eine Fahrbahn stadtauswärts ist mit einer erheblichen Beeinträchtigung des Verkehrsflusses zu rechnen. Somit zu Staus, die sich in Zeiten mit besonders hohem Verkehrsaufkommen über Schießgraben, Reichenbachstrasse und Willly-Brandt-Strasse ziehen werden. Chaos programmiert.