Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Bald Baustart für Ursulahaus
Auf dem Gelände der ehemaligen St.-Ursula-Schule werden bald die Baufahrzeuge anrollen. Entstehen soll hier eine Seniorenwohnanlage.
Auf dem Gelände der ehemaligen St.-Ursula-Schule werden bald die Baufahrzeuge anrollen. Entstehen soll hier eine Seniorenwohnanlage.

Bald Baustart für Ursulahaus

as Lüneburg. Auf dem Grundstück der ehemaligen St.-Ursula-Schule plant die Lüneburger Wohnungsbau GmbH (Lüwobau) eine Wohnanlage für Senioren ab 60 mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie für Menschen mit Behinderung. Nachdem Ende Januar das Projekt im Bauausschuss der Stadt vorgestellt und kontrovers diskutiert worden war, wurden die Planungen vom Architekten in Absprache mit der Lüwobau und Stadtbaurätin Heike Gundermann hinsichtlich der äußeren Gestaltung des Gebäudes noch einmal überarbeitet. ,,Der Aufsichtsrat der Lüwobau hat inzwischen die überarbeiteten Planungen abgesegnet“, erklärte Lüwobau-Geschäftsführerin Heiderose Schäfke gegenüber der LZ. Laut Stadtbaurätin Gundermann soll die Baugenehmigung voraussichtlich in den kommenden Wochen erteilt werden.

Insgesamt sind im sogenannten ,,Ursulahaus“ 34 Wohnungen geplant, davon werden vier behindertengerecht ausgestattet. Zusätzlich ist ein Gemeinschaftsraum vorgesehen, der den Bewohnern Platz für Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern oder gemeinsames Kaffeetrinken bieten soll, für die der Platz in den Wohnungen nicht ausreichend ist. Das Gebäude ist in U-Form angelegt und öffnet sich zur Ritterstraße mit einem begrünten Innenhof. Von der Seite Ritterstraße aus wird auch der Hauptzugang ins Gebäude sein. Zur Wallstraße befindet sich ein Nebeneingang, der den Bewohnern kurze Wege zu den Bushaltestellen ermöglicht.

Bei der Sitzung des Bauausschusses hatten einige Mitglieder des Gremiums kritisiert, dass das Gebäude massiv wirke. Worte wie ,,Trutzburg“ und ,,Klotz“ fielen. Der Architekt Frank Plesse nahm daraufhin Änderungen vor. Vorgestellt und diskutiert wurden diese dann von der Lüwobau und Stadtbaurätin Heike Gundermann in einem Arbeitskreis, zu dem Vertreter der einzelnen Fraktionen des Bauausschusses und des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt (ALA) gehörten. Die Dimension, also die Größe des Gebäudes, müsse so bleiben, machte Stadtbaurätin Heike Gundermann jetzt noch einmal gegenüber der LZ deutlich, da 34 Wohnungen auf dem Gelände entstehen sollen. Dafür hatte der Rat der Stadt bereits im Rahmen des Bebauungsplanes mehrheitlich grünes Licht gegeben. Allerdings wurde der Gesamtkomplex jetzt ,,gestalterisch optimiert“, wie es heißt.

Die neuen Planungen sehen Folgendes vor: Die Fassade zur Wallstraße erhält einzelne Vorsprünge, sodass die Fassade stärker gegliedert ist und nicht mehr so massiv wirkt. Die ursprünglich geplanten bodentiefen Fenster erhalten gemauerte Brüstungen, sodass der Klinkeranteil größer wird und das Gebäude sich in die umgebende Bebauung besser einfügt. Außerdem wurden die zur Ritterstraße befindlichen Laubengänge überarbeitet. Die Brüstungen erhalten nun Klinker wie der gesamte Komplex, die Stützen wurden verbreitert und die Anzahl erhöht. Das fand Zustimmung bei den Mitgliedern des Arbeitskreises, aus dem weitere Anregungen eingebracht und in die Planung aufgenommen wurden. ,,So erhält die Fassade an der Wallstraße durch ein Vordach über dem Eingang ein zusätzliches Gliederungselement. Die Gestaltung des Innenhofes zur Ritterstraße wird gärtnerisch weiter ausgearbeitet, um den Bewohnern einen noch besseren Aufenthaltsort zu bieten“, sagt Henning Müller-Rost, Projektleiter bei der Lüwobau. Er erläutert auch zum Bau der Tiefgarage, die aufgrund des nicht tragfähigen Baugrundes frühzeitig in Erwägung gezogen wurde: ,,Nach Analyse der Stellplatzsituation im Umfeld und aufgrund der erheblichen Kosten für die Erdarbeiten hat sich herausgestellt, dass eine Unterkellerung des Gebäudes in Form einer Tiefgarage wirtschaftlich sinnvoll ist.“ Genutzt werden soll sie von den Bewohnern des Gebäudes sowie von Geschäftsleuten und Anwohnern aus dem Umfeld, zahlreiche Anfragen für die Anmietung liegen laut Müller-Rost schon vor.

Laut Lüwobau-Geschäftsführerin Heiderose Schäfke wurden die Änderungen in den Bauantrag inzwischen eingearbeitet und der Bauaufsicht nachgereicht. Die Ausschreibung sei erfolgt, ,,nach der Erteilung der Baugenehmigung können die Handwerker loslegen“.