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Farbtupfer neben tristem Grau: Carmen Maria Bendorf freut sich über das blühende Rettmer.
Farbtupfer neben tristem Grau: Carmen Maria Bendorf freut sich über das blühende Rettmer.

Bürger sorgen für Blütenpracht

lz Lüneburg. Jetzt hat auch Rettmer ein eigenes Hotel, stilecht mit Lüneburg-typischen Treppengiebeln. Und die Herberge ist sogar noch gratis. Allerdings finden hier nur ganz besondere Zeitgenossen Unterschlupf, denn es handelt sich um ein Insektenhotel.

Insekten wie Wildbienen liefern einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem eines gesunden Gartens. Wie die Honigbienen bestäuben sie Blüten der Pflanzen, wodurch diese überhaupt erst richtig wachsen können. Einige Blütenpflanzen sind sogar völlig auf Wildbienen angewiesen, denn nur diese bestäuben sie. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Lebensraum dieser Tiere stetig geschrumpft. Viele Wildbienen werden bereits zu den bedrohten Arten gezählt oder sind in ihrem Bestand ganz gefährdet.

„Ein Insektenhotel kann ihnen helfen. Denn die Wildbienen, die oft in der Natur leben, die neben den Städten und intensiver Landwirtschaft noch übrig geblieben ist, ziehen bevorzugt in einen solchen Unterschlupf ein“, begründet Carmen Maria Bendorf. Rettmers Ortsvorsteherin hat jetzt gemeinsam mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge nochmal Hand angelegt, nun ist das Hotel bezugsfertig. In den Nisthilfen lebten nicht nur Bestäuber, sondern auch Räuber. Und das sei auch gut, denn einige Insekten fressen Schädlinge auf und wirken somit als natürliche Ungeziefer-Vertilger. Bendorf sagt: „Hier sollen Insekten ein Zuhause finden und dafür sorgen, dass in Rettmer noch mehr Farbenpracht entsteht.“ Für Farbe sorge auch schon die Blütenpracht an der Lüneburger Straße, Resultat einer gemeinsamen Pflanzaktion mit Bürgern des Stadtteils.