Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Zur kommenden Oberbürgermeisterwahl wirbt der Stadtjugendring in der  Lüneburger Innenstadt wieder um politische Aufmerksamkeit für die Anliegen der Jugend.
Zur kommenden Oberbürgermeisterwahl wirbt der Stadtjugendring in der Lüneburger Innenstadt wieder um politische Aufmerksamkeit für die Anliegen der Jugend.

Junge Ideen gesucht

mm Lüneburg. Wo werden neue Fußballtore benötigt? Welches Freizeitangebot fehlt? Oder was stört in der Schule? Junge Lüneburger können die Kandidaten zur kommenden Oberbürgermeisterwahl am 25. Mai nun mit ihren Ideen und Wünschen bombardieren. Der Stadtjugendring Lüneburg sammelt die Anregungen. Dazu organisiert der Verein die Kampagne „Jugend für Jugend Jetzt reden wir“ am Sonnabend, 26. April, und an vier darauffolgenden Sonnabenden wird es Ideencamps in der Lüneburger Fußgängerzone geben, dabei wird jeweils ein OB-Kandidat vertreten sein.

Den Anfang macht Oberbürgermeister Ulrich Mädge, er steht am kommenden Sonnabend ab 11 Uhr vor dem IHK-Gebäude, Am Sande, um Ideen, Anregungen und Wünsche von Kindern und Jugendlichen entgegenzunehmen. Von dem gegenseitigen Austausch versprechen sich die Verantwortlichen vom Stadtjugendring auch neue Impulse, wie Jugendliche stärker in das politische Geschehen miteinbezogen werden könnten. „Wichtig ist die Schaffung von Freiräumen auch außerhalb der Schulen,“ sagt Anna Baumann, zuständig für die Umsetzung der Ideencamps. Im Zuge der Kampagne wird es auch eine Jugendversammlung im Rathaus am 12. Juni geben.

Mit Partizipationsmöglichkeiten von Jugendlichen beschäftigt sich auch das Lünesco-Projekt an der Leuphana Universität. Ein Jahr lang nahmen dazu 16 Studenten des Masterstudiengangs Nachhaltigkeitswissenschaft die Chancen zur politischen Teilhabe Jugendlicher in Lüneburg unter die Lupe. Unterstützt wurden sie vom Partizipationsbeauftragten der Stadt Hubertus Heinrich, sie brachten auch Schüler, Mitglieder der Stadtverwaltung und Vertreter von Jugendeinrichtungen an einen Tisch (LZ berichtete). Das Fazit zur derzeitigen Beteiligungssituation fiel dabei eher ernüchternd aus. Von allen Beteiligten wurden Verbesserungsvorschläge genannt, die sich nun in der Arbeit der Studenten wiederfinden.

Zu den Empfehlungen gehört unter anderem die Einrichtung eines Jugendparlaments, die Berücksichtigung der zeitlichen Verfügbarkeit von Jugendlichen oder die Erleichterung der stadtteilübergreifenden Teilhabe beispielsweise durch Fahrdienste. Auch eine größere Vernetzung von mehr Treffpunkten legen die Ergebnisse nahe. Die gibt es zwar schon in Lüneburger Schulen – doch „da geht noch mehr“, meinen auch die Vertreter vom Stadtjugendring. Sie planen zur Europawahl kostenlose Workshops für Schüler, wo ihnen gezeigt werden soll, welche Institutionen die EU umfasst und wer da eigentlich gewählt wird. Durch Rollenspiele soll auch die Bedeutung von Europa für das eigene Leben erfahrbar werden. Die Workshops in den kommenden Wochen finden statt im Rahmen der U18-Europawahl, die am Freitag, 16. Mai, ansteht. Noch gibt es freie Termine, eine Anmeldung ist unter u18@sjr-lueneburg.de möglich.

Die übrigen Termine mit den Kandidaten:
Sonnabend, 10. Mai, 13 Uhr: Claudia Schmidt (Grüne)
Sonnabend, 17. Mai, 13 Uhr: Eckhard Pols (CDU)
Sonnabend, 24. Mai, 13 Uhr: Michèl Pauly (Linke)