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Antonie Weiß, Mitarbeiterin des Integra-tionsfachdienstes für Hörgeschädigte, zeigt in Gebärdensprache ,,herzlich Willkommen zum inklusiven Kulturfest, zu dem Kirstin Linck (l.) und Winfried Kästner vom Behindertenbeirat alle Interessierten einladen. Foto: t&w
Antonie Weiß, Mitarbeiterin des Integra-tionsfachdienstes für Hörgeschädigte, zeigt in Gebärdensprache ,,herzlich Willkommen zum inklusiven Kulturfest, zu dem Kirstin Linck (l.) und Winfried Kästner vom Behindertenbeirat alle Interessierten einladen. Foto: t&w

Inklusives Kulturfest im Kurpark

as Lüneburg. Alljährlich findet am 5. Mai der ,,Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ statt. Der Behindertenbeirat von Stadt und Kreis lädt aus diesem Grund für den kommenden Sonnabend, 10. Mai, zu einem inklusiven Kulturfest in den Lüneburger Kurpark ein. Die Besucher dürfen sich auf Theater, inklusive Zaubereien, Tanz, Livemusik, Spiele und vieles mehr freuen. ,,Eröffnet wird das Fest um 15 Uhr von Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt sowie von Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der die Schirmherrschaft übernommen hat“, kündigt Kirstin Linck, stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirats, an.

Der Behindertenbeirat vertritt rund 20000 Menschen in Stadt und Kreis. Zu seinen Aufgaben gehört auch, in den Kommunen über die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu informieren. ,,Wir beraten zum Beispiel zum Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Raum“, sagt Kirstin Linck. Besonders eng sei die Zusammenarbeit mit der Stadt Lüneburg, so wurde der Behindertenbeirat zum Beispiel bei der Planung des Lüneburg Museums frühzeitig einbezogen, „und auch bei den Planungen zur Neugestaltung der Bäckerstaße sind wir beteiligt worden“.

Dennoch gibt es aus Sicht des Behindertenbeirats noch viel zu tun: „Wir wünschen uns beispielsweise eine barrierefreie Gestaltung der neuen Lüneburger Stadtviertel. Das gilt für Wohnungen, Ampeln, Leitlinien, abgesenkte Fußwege.“ Auch der Einbau einer selbstöffnenden Tür in der Musikschule sei notwendig, wenn es um gleichberechtigte Teilhabe gehe. Der Appell des Behindertenbeirats an Arbeitgeber: „Haben Sie Mut, Menschen mit Behinderung einzustellen und geben Sie ihnen damit die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu zeigen. Nicht nur in diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass man Menschen mit Behinderung mit Achtung und Respekt begegnet. Auch mit Neugier und ohne Angst vor Fettnäpfchen.“

Mehr Informationen zum Gremium gibt es unter www.behindetenbeirat-lueneburg.de im Internet. Außerdem stehen Beiratsmitglieder jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 16 bis 17 Uhr zum Gespräch im Glockenhaus bereit.