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Imkerin Silke Helms, Klaus-Peter Micheli (vorne r.), Vorsitzender vom Kreisimkerverein, und sein Stellvertreter Gundolf Irle (dahinter) demonstrieren Oberbürgermeister Ulrich Mädge (M.) und Lars Strehse, Geschäftsführer der AGL, die Ungefährlichkeit der Bienenvölker. Foto: t&w
Imkerin Silke Helms, Klaus-Peter Micheli (vorne r.), Vorsitzender vom Kreisimkerverein, und sein Stellvertreter Gundolf Irle (dahinter) demonstrieren Oberbürgermeister Ulrich Mädge (M.) und Lars Strehse, Geschäftsführer der AGL, die Ungefährlichkeit der Bienenvölker. Foto: t&w

Honig aus dem Kurpark

mm Lüneburg. Menschen kraxeln auf Bäume, sie sollen Blüten bestäuben. Ein absurdes Bild. Das sei in Japan aber schon Realität, erklärt Oberbürgermeister Ulrich Mädge bei der Präsentation neuer Bienenstöcke im Kurpark. Für Lüneburg wünscht sich Mädge einen anderen Anblick. Bienen sollen weiter für das Bestäuben von Pflanzen sorgen. Doch es gibt immer weniger von ihnen. Stadt und Kreisimkerverein wollen sie deshalb mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Dafür wurden auf einer Naturwiese im südlichen Teil des Kurparks nun sechs Bienenvölker angesiedelt. Entstanden ist ein Lehrbienenstand für den Imkernachwuchs, Expertin Silke Helms gibt dort Kurse für Fortgeschrittene, wobei es auch um die Bekämpfung der für Bienen gefährlichen Varroamilbe geht.

Gefährlich für den Menschen seien Bienen nur, wenn sie bedrängt würden und sich verteidigen müssten, sagt Imkerin Helms. Sie steht dabei mitten in einem surrenden Schwarm. „Aggressive Bienen gibt es heute nicht mehr.“ Sie würden anders gezüchtet als noch vor ein paar Jahrzehnten. Die neu angesiedelten Völker im Kurpark seien äußerst friedfertig. „Die stechen nur, wenn sie übernatürlich doll gereizt werden“, sagt Helms. Dann aber auch nur die Königinnen, die männlichen Geschöpfe, die Drohnen, besitzen keinen Stachel.

Für die Bienen selber gefährlich sind Parasiten wie die Varroamilbe. „Nicht jeder Imker ist bei der Bekämpfung auf dem aktuellen Stand“, sagt Hinrichs, sie zeigt in ihren Kursen, wie befallene Waben weitgehend gesäubert werden können. „Der Bienenbestand im Kurpark soll nachhaltig erhalten bleiben“, formuliert Lars Strehse, Geschäftsführer der städtischen Abwasser, Grün & Lüneburger Sevice GmbH (AGL), das Ziel des Bienenprojekts. Das führen AGL, – die ist im Kurpark für die Pflege der Grünanlagen zuständig, – und Imkerverein im Rahmen der Aktion „Deutschland summt!“ durch. „Es hat einen enormen Mehrwert“, verdeutlicht Mädge. Das Aufstellen der Bienenkästen, die noch fehlende Umzäunung sowie das Aussäen von Wildblumen als Nahrungsquelle für die Bienen kosten knapp 2000 Euro, „kein Geld, wenn es um den Fortbestand der Bienenvölker geht“, sagt Mädge.

4 Kommentare

  1. Der Bericht wäre viel einprägsamer gewesen, hätte unser OB, Herr Mädge, einen Baum erklommen und Blüten bestäubt.

    • Wenn ich mir unseren OB auf dem Foto intensiver ansehe, so sieht er nicht nur etwas skeptisch den Bienen gegenüber aus, sondern hat auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Joschka Fischer.

    • Mäddge auf dem Baum, Blüten bestäubend. Köstlich! Wäre ihm eigentlich zuzutrauen…

  2. Es ist mit Mädge wie mit Kilroy: er ist schon da, bevor die Meldung kommt!! In jeder LZ-Ausgabe grinst er uns entgegen, der moderne Kilroy von der Salzstadt. Kein Anlass ist ihm zu platt, keine Gelegenheit zu nachrangig um in die Zeitung zu kommen. Für was steht er eigentlich da, der Bärtige vom Rathaus? Das hat er wahrscheinlich selber vergessen…