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Brachte 32,7 Millionen Euro für den Erweiterungsbau mit: Sozialministerin Cornelia Rundt ließ sich von (v.l.) Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Geschäftsführer Dr. Michael Moormann und Dr. Jörg Cramer die Pläne am Modell erläutern. Foto: t&w
Brachte 32,7 Millionen Euro für den Erweiterungsbau mit: Sozialministerin Cornelia Rundt ließ sich von (v.l.) Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Geschäftsführer Dr. Michael Moormann und Dr. Jörg Cramer die Pläne am Modell erläutern. Foto: t&w

Geldsegen für das Klinikum

us Lüneburg. Mit froher Kunde kam gestern Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt nach Lüneburg. Im Gepäck hatte sie den Förderbescheid über 32,7 Millionen Euro für den geplanten Erweiterungsbau des Städtischen Klinikums. „Wir fördern das Krankenhaus gern“, sagte die Ministerin bei ihrem Besuch des Klinikums. Die von ihrem Ministerium ermittelten Bedarfszahlen würden stimmen, „und das Krankenhaus ist zukunftsfähig“.

38,9 Millionen Euro soll der zweigeschossige Erweiterungsbau kosten, hinzu kommen 1,6 Millionen Euro für den Rohbau eines weiteren Geschosses. Inklusive einer Planungsreserve von rund 10 Prozent rechnet das Klinikum mit Gesamtkosten in Höhe von 44,6 Millionen Euro. Finanziert wird der Bau durch die jetzt zugesagten Landesmittel, den Rest in Höhe von 11,9 Millionen Euro muss das Klinikum selbst aufbringen. Davon sollen 10,5 Millionen Euro durch Kredite finanziert werden, die Zustimmung dazu wird in der heutigen Ratssitzung erwartet.

Bis 2018 soll der Erweiterungsbau stehen, der eine interdisziplinäre Notaufnahme und einen neuen Zwischenpflegebereich Intermediate Care (IMC) genannt aufnehmen soll. Außerdem soll die Radiologie dort konzentriert und die Intensivstation neu gebaut werden (LZ berichtete). „Mit ersten Arbeiten ist bereits begonnen worden, diese beschränken sich aber auf vorbereitende Arbeiten wie die Verlegung des Server-Zentrums“, berichtete Dr. Michael Moormann, Geschäftsführer des Klinikums. Offizieller Baubeginn mit erstem Spatenstich soll im November sein.

Als Grund für den Erweiterungsbau nannte Dr. Moormann unter anderem die hohe Patientenauslastung von rund 90 Prozent. Eine Entspannung der Situation ergebe sich aber erst, wenn auch die jetzt noch als Rohbau geplante zusätzliche Etage mitgenutzt werden kann. „Abhängig von der weiteren Entwicklung werden wir gegebenenfalls noch während der Bauphase entscheiden, ob auch diese Etage gleich mit ausgebaut wird“, sagte Dr. Moormann.

Sorgen, dass die Kosten des Erweiterungsbaus ähnlich aus dem Ruder laufen könnten wie gegenwärtig beim neuen Audimax-Gebäude der Leuphana, teilten weder die Ministerin noch die Klinik-Leitung. „Hier greifen andere Mechanismen, außerdem sind hier Profis vor Ort“, sagte Geschäftsführer Dr. Moormann. Bei der Planung des Baus sei die Oberfinanzdirektion von Beginn an beteiligt gewesen, auch seien keine EU-Mittel im Spiel, die wieder zurückgezogen werden könnten, sagte Ministerin Rundt. „Sollte es dennoch zu Mehrkosten kommen, gehen die zu Lasten des Trägers.“

One comment

  1. Rechtzeitig zur Bürgermeisterwahl!
    „Mit froher Kunde kam gestern Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt nach Lüneburg. Im Gepäck hatte sie den Förderbescheid über 32,7 Millionen Euro für den geplanten Erweiterungsbau des Städtischen Klinikums“. Und das Ganze getimt als eine klingende Wahlkampfhilfe der SPD-Ministerin für Parteifreund Mädge! Wie durchsichtig!