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Nadine Thiel (2.v.r.) vom Zirkus Amando zeigt (v.l.) Mia, Helena und Noah, wie man das Taubenkarussell in Bewegung bringt. Foto: t&w
Nadine Thiel (2.v.r.) vom Zirkus Amando zeigt (v.l.) Mia, Helena und Noah, wie man das Taubenkarussell in Bewegung bringt. Foto: t&w

Manege frei in Ochtmissen

us Lüneburg. Mehrere Dutzend bunte Hula-Hoop-Reifen schwingen durch die Luft, immer wieder fällt einer zu Boden, doch Nadine Thiel macht den rund 20 Schülern der Schule am Sandberg Mut. „Bis Freitag ist ja noch Zeit“, sagt sie. Gelegentlich stellt sie sich hinter eines der Kinder und zeigt, wie die Reifen richtig geführt werden. In ihrem Clown-Kostüm ist sie unschwer als Mitglied des Mitmach-Zirkus Amanado erkennbar, der in dieser Woche sein Zelt in Ochtmissen aufgeschlagen hat.

„Diese Woche ist Zirkus-Projektwoche“, berichtet Schulleiterin Jutta Böttcher. Fünf Tage lang dreht sich bei Schülern und Lehrern alles um das Thema Zirkus, im Vordergrund stehen das Erleben und Mitmachen. „Vom Jonglieren über Lasso-Werfen, Bauchtanz mit Feuerspuckern und Schwertkampf bis zum Jonglieren und Tauben-Training ist für jeden etwas dabei“, weiß die Schulleiterin, immerhin ist der Zirkus Amando bereits zum dritten Mal in ihrer Schule zu Gast. „Wir machen das alle vier Jahre, es stärkt das Gemeinschaftsgefühl, und die Schüler lernen dabei, Verantwortung für einander zu übernehmen.“

Maxim ist schon öfter im Zirkus gewesen, zum ersten Mal aber kann er selbst als Akteur dabei sein. Er hat sich für Akrobatik und Hula-Hoop entschieden, „jeder Schüler darf nur zwei Sachen machen“, sagt der Zehnjährige. Seine Klassenkameradin Mairi trainiert Bauchtanz und Jonglieren. „Wir fangen mit zwei Bällen an, vielleicht schaffe ich aber auch drei.“ Bauchtanz findet sie toll, weil da auch die Feuerspucker dabei sind. Überhaupt mag sie das Zirkusleben gern, „nur nicht mit wilden Tieren, ich mag nicht, wenn sie für ihre Kunststücke gequält werden.“ Aber die gibt es in diesem Zirkus ja auch nicht.

Freitagnachmittag ist dann der große Auftritt vor Publikum, dazu wird bei Bauer Reikowski das große Zirkuszelt aufgestellt. „Bis dahin müssen wir noch tüchtig üben“, sagt Ricardo Thiel, der zusammen mit seiner Frau Nadine und ihren vier Kindern den Zirkus seit 15 Jahren führt.