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Harald Kreft (ASB) und Matthias Körte (DRK) sowie Chefarzt Prof. Dr. Christian Frenkel und Thorsten Zeng (v. l.) freuen sich über die beiden neuen Notarzt-Einsatzfahrzeuge. Foto: t&w
Harald Kreft (ASB) und Matthias Körte (DRK) sowie Chefarzt Prof. Dr. Christian Frenkel und Thorsten Zeng (v. l.) freuen sich über die beiden neuen Notarzt-Einsatzfahrzeuge. Foto: t&w

Neue Fahrzeuge für Notärzte

pet Lüneburg. Der Rettungsdienst in Stadt und Landkreis Lüneburg ist gut aufgestellt, davon sind die Verantwortlichen überzeugt. Er soll aber noch besser werden, dafür laufen zurzeit die Arbeiten an der Fortschreibung des ,,Rettungsdienstbedarfsplans“. Außerdem sind ab sofort zwei funkelnagelneue Notarzt-Einsatzfahrzeuge (NEF) im Einsatz, die Landrat Manfred Nahrstedt gestern an das Deutsche Rote Kreuz und den Arbeiter-Samariter-Bund übergeben hat, die im Landkreis Lüneburg mit der Durchführung von Rettungsdienst und qualifiziertem Krankentransport betraut sind.

Prof. Dr. Christian Frenkel, Chefarzt am Klinikum Lüneburg, freute sich ebenso über die beiden neuen Fahrzeuge wie Thorsten Zeng, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes. Einen weiteren ,,Schritt in die richtige Richtung“ sah Landrat Nahrstedt. ,,Lüneburg ist gut gerüstet, wenn es zu Notfällen kommt.“ Frenkel wies etwa noch auf die Tatsache hin, dass für die Besetzung der NEF aus einem Pool von 60 Notärzten geschöpft werden könne. Im Bereich der erfolgreichen Reanimierung liege der Landkreis Lüneburg ,,unter den Top Ten in Deutschland“.

Seit 1994 fahren Notärzte in der Region Lüneburg nicht mehr auf den Rettungswagen mit, sondern in einem separaten Fahrzeug, dem Notarzt-Einsatzfahrzeug, von denen zwei die meiste Zeit am Klinikum Lüneburg stationiert sind, ein NEF wechselt vom Nachmittag bis zum späten Abend nach Neetze. Die sechs Rettungswagen kommen von den Stationen in Lüneburg, Bockelkathen, Drögennindorf, Zeetze und Ellringen.

Die neuen VW T5, ausgestattet unter anderem mit Beatmungsgerät, Defibrillator und Notarztkoffer, ersetzen die bisherigen Fahrzeuge gleichen Typs, die nach fünf Jahren und jeweils 250000 Kilometern aus dem täglichen Betrieb genommen werden. Kosten für die neuen Fahrzeuge, die über Allradantrieb verfügen: jeweils 57000 Euro. Die alten Fahrzeuge werden als ständig verfügbare Reservefahrzeuge, und das ist neu für den Rettungsdienst in der Region, bei Bedarf aber weiter zur Verfügung stehen. ,,So, wie es sein sollte“, freute sich Thorsten Zeng.

Der Beschluss, den Rettungsdienstbedarfsplan, der die Ausstattung und die Organisation des Rettungsdienstes beschreibt, fortzuschreiben, wurde im vergangenen Herbst gefasst. Der Grund: Gesetzlich ist festgeschrieben, dass in mindestens 95 Prozent der Notfälle ein Rettungsfahrzeug innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein muss. Aktuell wurde diese Zeit zuletzt nur noch in knapp 92 Prozent der Fälle erreicht. Ein Grund: Die Gesamtzahl der Rettungsdiensteinsätze hat von 25660 im Jahr 2007 auf 29190 im Jahr 2012 zugenommen das sind 13,8 Prozent.

Der Kreisausschuss hatte beschlossen, einen externen Berater mit der Fortschreibung des Plans zu beauftragen. Das sei inzwischen geschehen, erklärt Mirko Dannenfeld, Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Lüneburg. ,,Das endgültige Ergebnis liegt aber noch nicht vor.“ Sei das der Fall müsse der Kreistag über den neuen Rettungsdienstbedarfsplan entscheiden. Das könne im Juli sein, zur Mitte des zweiten Halbjahrs könne dann mit der Umsetzung des Plans begonnen werden. ,,Es zeichnet sich ab, dass wir einen erhöhten Vorhaltebedarf im Bereich Rettungsfahrzeuge bekommen werden“, so Dannenfeld.