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Für gefällte Bäume muss Ersatz gepflanzt werden: 53 Neupflanzungen waren es in Lüneburg bisher. Foto: A
Für gefällte Bäume muss Ersatz gepflanzt werden: 53 Neupflanzungen waren es in Lüneburg bisher. Foto: A

Drei Bäume gerettet und 53 neue gepflanzt

ahe Lüneburg. Knapp ein halbes Jahr ist vergangen, seit Eichen und andere Gehölze in Lüneburg nicht mehr so leicht der Säge zum Opfer fallen können. Der Rat hatte auf Initiative von Grünen und SPD eine Baumschutzsatzung erlassen, die zum 30. November 2013 wirksam wurde. Die ersten Erfahrungen sind aus Sicht der Verwaltung positiv. Und auch die Initiatoren wie Andreas Meihsies (Grüne) glauben, dass durch das Regelwerk „der Re­spekt der Bürger vor der Natur“ gewachsen sei.

Unter Schutz stehen Bäume mit einem Stammumfang von 90 Zentimetern und mehr. Ausgenommen sind Bäume im Wald, Obstbäume, die Ertragszwecken dienen, Birken, Weiden, Pappeln und Nadelgehölze es sei denn, sie sind ortsbildprägend. Wer einen Baum fällen will, der eigentlich geschützt ist, muss das jetzt bei der Stadt beantragen. Insgesamt wurden bei der Verwaltung seit Inkrafttreten der Satzung 37 Anträge für einen oder mehrere Bäume gestellt. Die Stadt hat jeden einzelnen Antrag geprüft. In 26 Fällen hat sie die Anträge genehmigt, zweimal hat sie ihr Veto eingelegt. „In sechs Fällen prüfen wir noch, ob die betreffenden Bäume ortsbildprägend sind“, erklärt Stadtpressesprecher Daniel Steinmeier. Drei Anträge sind noch so frisch, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde.

Insgesamt seien 61 Bäume mit Genehmigung der Stadt gefällt worden, zum Beispiel, weil sie umzustürzen drohten oder weil sie geplanten Neubauten im Weg standen. Drei Bäume, die der jeweilige Besitzer entfernen wollte, mussten stehen bleiben. Aus Sicht der Stadt ist die Satzung vor allem deshalb ein Erfolg, „weil wir jetzt die Möglichkeit haben, bei Fällungen Neuanpflanzungen an anderer Stelle zu verlangen“, erklärt Steinmeier. So habe das neue Regelwerk dazu geführt, dass 53 Bäume gepflanzt wurden. „Außerdem haben wir durch die Satzung sicher die Sensibilität der Eigentümer dafür erhöht, ob es tatsächlich immer notwendig ist, einen Baum zu entfernen“, ist Steinmeier sicher.

Es habe auch „eine Handvoll“ Hinweise von Nachbarn gegeben, die eine vermeintlich illegale Baumfällung gemeldet haben. Steinmeier: „Nicht immer haben sich die aber als zutreffend herausgestellt.“