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Der Vorstand der Kaufleute zusammen mit LAP-Geschäftsführer Guido Jung (3.v.r.):  Henning Arens, Martin  Aude, Stefan Wabnitz, Ernst  Hildebrand, Max Manzke  und Frank Dalock (v.l.). Foto. be
Der Vorstand der Kaufleute zusammen mit LAP-Geschäftsführer Guido Jung (3.v.r.): Henning Arens, Martin Aude, Stefan Wabnitz, Ernst Hildebrand, Max Manzke und Frank Dalock (v.l.). Foto. be

Ausstieg aus Süderelbe AG

rast Lüneburg. Während andere Vereine über sinkende Mitgliederzahlen klagen, gehts beim Verein Lüneburger Kaufleute weiter nach oben: Binnen eines Jahres meldeten sich 13 neue Geschäftsleute an, sodass es aktuell 394 Mitglieder gibt und die magische 400er-Grenze wohl in diesem Jahr überschritten wird. ,,Offenkundig ist die Attraktivität unseres Vereins nach wie vor hoch“, sagte Präsident Martin Aude während der Jahresversammlung in den Räumen der LAP Lasertechnik, die harmonisch ablief. In der Harmonie unter den Mitgliedern und ,,sehr guten Formaten“ bei den Veranstaltungen ,,auf ausgesprochen hohem Niveau“ sieht Aude weitere Gründe für den Zuwachs.

Natürlich war auch das Brunnenprojekt, das mit dem Geld der Kaufleute vor der IHK realisiert werden soll, erneut Thema. Wie berichtet, hatte die Stadt zwar die Baugenehmigung für das Grapengießer-Modell erteilt, doch Adolf Zelle, dem ein Hausteil des IHK-Komplexes gehört, sieht die Denkmalwürdigkeit seines Gebäudes beeinträchtigt, er klagte. Das Verwaltungsgericht hatte seine Klage zwar abgewiesen und das Oberverwaltungsgericht eine Berufung nicht zugelassen. Aktuell läuft aber die Beschwerde gegen die Nichtzulassung. Präsident Aude sagte klar: ,,Wir bleiben dabei: Wir wollen den Brunnen bauen. Aber: Wir benötigen dafür eine rechtssichere Baugenehmigung.“ Nun würden wieder Schriftsätze verfasst, das sei ärgerlich: ,,Denn so zieht sich der Baubeginn weiter nach hinten, und es tut mir wirklich leid für die Bürger, die in diesem Sommer nicht am Brunnen am Sand als dem neuen Treffpunkt verweilen können.“

Die Lüneburger Kaufleute steigen aus der Süderelbe AG aus, der Verein hat den Aktionärsvertrag zum Jahresende 2014 gekündigt. Aude begründet: ,,Wir standen vor der Entscheidung, den Vertrag für mehrere Jahre verlängern zu müssen. Hier fallen jährlich Kosten in Höhe von 728 Euro an. Als Verein Lüneburger Kaufleute ist unser Einfluss auf die Geschäftspolitik jedoch äußerst gering. Wir vermochten auch nicht die positive Wirkung der Süderelbe AG auf den Wirtschaftsraum Lüneburg zu erkennen.“ Weiter unterstützen werde der Verein als Gesellschafter natürlich die Lüneburg Marketing GmbH.

Der Präsident gab die Termine für die nächsten Monate bekannt: Die Motorradausfahrt startet am 12. Juli. Der Sommerausflug ist wieder als Familienausflug geplant, am 20. Juli gehts zunächst mit einem Sonderzug nach Bleckede, von dort auf Fahrrädern auf die andere Elbseite bis zum Café Rautenkranz. Beim Tag der Begegnung lassen sich die Mitglieder im Städtischen Klinikum die Pläne für die Krankenhauserweiterung erläutern. Der Herrenabend findet am 31. Oktober statt. Der Termin für den Handelsball, gesellschaftlicher Höhepunkt im Vereinsleben, ist der 31. Januar 2015.

Bei den turnusgemäß anstehenden Wahlen setzten die Mitglieder auf ein bewährtes Team und votierten für Stefan Wabnitz als Vizepräsidenten und Ernst Hildebrandt als Schatzmeister. Als Rechnungsprüfer wurden Friedrich Nesemann und Peter Luths bestätigt.

Vor der Versammlung hatten die Kaufleute Gelegenheit, bei einer Führung das weltweit tätige Lüneburger Unternehmen LAP mit Weltmarktführerschaft bei einigen Produkten kennenzulernen.

One comment

  1. magnusausonius

    Viele Bürger können gerne auf diese gluckernde Geschmacksverirrung an der Grapengießerstraße verzichten, die sich der Verein da ausgedacht hat. Es wird dort weder einen Treffpunkt für die Bürger, noch einen einer traditionsreichen und stolzen Hansestadt angemessenen Brunnen geben, sondern allenfalls eine bessere Hundetränke. Je später sie kommt, desto besser.