Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Viel Gewusel im neuen Museum
Ein bisschen Glück gehört beim Sammeln auch dazu: Maria Witzke und Jonathan (10) schauen, ob sie Kostbares in dem mit Steinen gefüllten Wasserbecken gefunden haben. Foto: us
Ein bisschen Glück gehört beim Sammeln auch dazu: Maria Witzke und Jonathan (10) schauen, ob sie Kostbares in dem mit Steinen gefüllten Wasserbecken gefunden haben. Foto: us

Viel Gewusel im neuen Museum

us Lüneburg. „Mit so viel Andrang haben wir gar nicht gerechnet“, sagt Maike Wendler, „schon eine halbe Stunde vor Eröffnung standen die ersten Besucher vor der Tür.“ Schätzungsweise 500 Museumsinteressierte waren gestern ins neue Museum Lüneburg gekommen, „und das, obwohl wir ja eigentlich noch geschlossen haben“, freute sich die Lüneburgerin, die ehrenamtlich im neuen Museum tätig ist. Anlass für die Sonderöffnung war der Internationale Museumstag, der wieder viele Tausend Besucher in die Museen lockte. Sonderaktionen und Sonderführungen gab es zudem im Ostpreußischen Landesmuseum und im Salzmuseum, aber auch in den kleineren Museen der Region.

Unter dem Motto „Sammeln verbindet“ präsentierte das Museum an der Willy-Brandt-Straße eigene Sammlungen aus Kulturgeschichte, Naturkunde und Stadtarchäologie und gewährte Einblicke in die sonst verschlossenen Bereiche des Museumsarchivs. „Das wird es so bald nicht wieder geben“, sagte Museumsleiterin Dr. Heike Düselder. Ebenfalls nur gestern wurde eine Exlibris-Sammlung gezeigt, die von Alwine Reinecke, Frau des früheren Museumsleiters Wilhelm Reinecke, angelegt worden war.

Eine Besonderheit waren auch die drei privaten Sammlungen, die das Museum gestern seinen Besuchern vorstellte. Neben alten und seltenen Fingerhüten und einer Sammlung historischer Bierkrüge gab es auch eine Halbedelstein-Sammlung zu sehen, die der zehnjährige Torge zusammengetragen hat. „Vor drei Jahren habe ich meinen ersten Stein an der Ostsee gefunden, seitdem sammel ich“, sagt der junge Adendorfer.

Selbst aus Hamburg waren Besucher angereist. „Ich wollte meinem Sohn das Museum zeigen, in dem kürzlich die Rucksack-Idee entstanden ist“, sagt Liselotte Fonseca. Sie hatte an der Aktion des Museums teilgenommen, bei der Kinder Ideen für eine kindgerechte Museumsführung entwickelt hatten. Als Ergebnis war der Museums-Rucksack entstanden (LZ berichtete). „Außerdem werden wir das Museum in dieser Form wohl nie wieder zu Gesicht bekommen.“ Sohn Vincent-Leonardo war begeistert, nicht zuletzt wegen der drei Halbedelsteine, die er in dem Wasserbecken gefunden hatte und natürlich mit nach Hause nehmen durfte.