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Alles nur gespielt: Die angeblich schwer verletzten Opfer sind lediglich geschminkt. Geprobt wurde das Zusammenspiel von Rettungskräften auf für sie völlig unbekanntem Gelände in der Theodor-Körner-Kaserne.
Alles nur gespielt: Die angeblich schwer verletzten Opfer sind lediglich geschminkt. Geprobt wurde das Zusammenspiel von Rettungskräften auf für sie völlig unbekanntem Gelände in der Theodor-Körner-Kaserne.

DRK probt für Katastrophenfall

lz Lüneburg. Katastrophe bei der Flugschau auf dem Gelände der Theodor-Körner-Kaserne: Ein Absturz sorgt für unzählige Verletzte, allein 20 Menschen haben Brandverletzungen, Platzwunden, klagen über Atemprobleme und starke Schmerzen, jammern oder rufen verzweifelt nach Familienangehörigen, Helfer suchen nach umherirrenden Personen. Doch die Verletzten sind nur geschminkte Akteure der DRK-Kreisverbände Lüneburg und Stade, das Szenario dient als Ausgangslage für eine gemeinsame Großübung der DRK-Einsatzkräfte aus den Kreisverbänden Stade und Harburg-Land auf unbekanntem Terrain, hier hatten sich die ehrenamtlichen Helfer zuvor noch nie getroffen. Für die Kommunikation zwischen allen Beteiligten sorgte die Technische Einsatzleitung aus Stade, auch Soldaten des Kreisverbindungskommandos Harburg und Stade waren dabei.

Zuerst rückt der DRK-Einsatzzug II aus Stade an, mit Rücksicht auf die Bevölkerung nur mit Blaulicht, ohne Sirene. Die Helfer kämpfen sich durchs Unterholz, schleppen Sanitätsrucksäcke und Tragen, bringen Verletzte zu einer Sammelstelle. In der Sporthalle hat die Technische Einsatzleitung aus Stade Notebooks, Beamer und analoge wie auch digitale Funkkanäle eingerichtet, fordert von dort aus den DRK-Einsatzzug I aus Stade an, der einen Behandlungsplatz einrichtet. Derweil warten die Harburger Rotkreuzler darauf, die Patienten abtransportieren zu können.

Der Stader Kreisbereitschaftsleiter Frank Burfeindt und der Harburger Sprecher Jan Bauer lobten die konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit der 70 DRKler aus Stade, der 30 Helfer der SEG Heide, der zehn Kräfte der Bundeswehr, der zehn Funker und Koordinatoren der TEL Stade und der Führungskräfte aller Einheiten. Jan Bauer: ,,Als Fazit ist festzuhalten, dass unsere Einheiten einsatzbereit und leistungsstark sind. Eine besondere Herausforderung lag im Bereich Kommunikation. Die Kombination aus Digital- und Analogfunk hat vielfach Leerlauf entstehen lassen. Gut, dass uns dies nicht im Realeinsatz passiert ist. Die Notfalldarstellungsteams und Mimen haben die Übung zu dem gemacht, was sie war eine gelungene Übung.“